Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Österreichs Kirchenstatistik

Weniger Gläubige, mehr Geld

Das sakramentale Leben schrumpfte im Corona-Jahr 2020 in Österreich, die Budgets dagegen wuchsen.
Kirchenstatistik Österreich
Foto: Hans Punz (APA) | Taufen, Firmungen, Eheschließungen und Erstkommunionen sind in Österreich – nicht zuletzt aufgrund der fast ganzjährigen Corona-Krise massiv zurückgegangen.

Der Sinkflug der katholischen Kirche in Österreich setzt sich ungebremst fort: Starke Rückgänge gab es nach der heute veröffentlichten amtlichen Kirchenstatistik im Jahr 2020 im gesamten sakramentalen Leben zu verzeichnen. Taufen, Firmungen, Eheschließungen und Erstkommunionen sind – nicht zuletzt aufgrund der fast ganzjährigen Corona-Krise massiv zurückgegangen. Auch die Zahl der in Österreich wirkenden Priester und Ordensleute ist neuerlich geschrumpft. Gestiegen ist dagegen die Zahl der hauptamtlichen Laienmitarbeiter in den Diözesen.

Kirchenbeitragseinnahmen gesteigert

2020 wurden in Österreich 32.521 Menschen getauft, während es 2019 noch 44.977 waren. Das Ehesakrament spendeten einander 3.595 Paare, im Vergleich zu 9.842 Paaren im Jahr 2019. Insgesamt wirkten 2020 in Österreich 1.786 Diözesanpriester, 437 ausländische Priester und 1.326 Ordenspriester. Laut offizieller Statistik waren im gleichen Jahr 1.473 hauptamtliche Laien im pastoralen Dienst der Kirche tätig.

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Gesteigert wurden 2020 trotz Corona-Krise die Kirchenbeitragseinnahmen der katholischen Diözesen Österreichs, nämlich von 481 im Jahr 2019 auf 484 Millionen Euro im Jahr 2020. Die Kirchenbeitragseinnahmen machen drei Viertel der diözesanen Budgets aus.  DT/sba

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