Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Krieg in der Ukraine

Renovabis: Bemühungen um Ende der Waffengewalt müssen gerechten Frieden zum Ziel haben

Der Chef des Hilfswerks, Thomas Schwartz, macht sich Sorgen um die Finanzierung von Ukraine-Hilfsprojekten und äußert sich zu Friedensgesprächen.
Ukraine Hilfe
Foto: imago/Moritz Schlenk | Das katholische Hilfswerk Renovabis hat seit Beginn des Kriegs in der Ukraine Hilfsprojekte mit Millionenbeträgen gefördert. Doch jetzt sind diese Projekte in Gefahr.

Angesichts drastischer Einsparmaßnahmen, die der amtierende US-Präsident Donald Trump für die amerikanische Entwicklungshilfe angekündigt hat, gibt es neue Sorgen um die Zukunft humanitärer Hilfsprojekte in der Ukraine. In einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung warnte der Hauptgeschäftsführer des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis, Pfarrer Thomas Schwartz, vor drohenden Finanzierungsengpässen.

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Insbesondere die Kürzung der von der amerikanischen Entwicklungshilfe-Behörde USAID bereitgestellten Hilfsgelder stelle eine große Herausforderung dar. „Internationale Solidarität hat in den vergangenen drei Jahren viel bewirkt. Doch ohne gesicherte Finanzierung droht wichtigen Hilfsprogrammen das Aus“, erklärte Schwartz.

Interessen des ukrainischen Volkes müssen gewahrt werden

Auch die politischen Entwicklungen bereiten dem Hilfswerk Sorgen. Derzeit finden Friedensgespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin statt. Schwartz betont jedoch, dass ein Ende der Waffengewalt nur dann nachhaltig sein könne, wenn es auf einem „gerechten und dauerhaften Frieden“ basiere, der die Rechte und Interessen des ukrainischen Volkes wahrt.

Die Kriegsjahre „haben tiefe Spuren hinterlassen, aber die Solidarität darf nicht nachlassen“, appellierte Schwartz. Damit die Menschen eine Zukunftsperspektive behalten, brauche es weiterhin Unterstützung für die Ukraine.

Renovabis ist das 1993 gegründete Osteuropa-Hilfswerk der Katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Freising. Es unterstützt pastorale, soziale und Bildungsprojekte in 29 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas, um das kirchliche und gesellschaftliche Leben zu erneuern.

Das Hilfswerk engagiert sich seit Langem in der Ukraine und setzt aktuell einen Schwerpunkt auf die psychosoziale Begleitung traumatisierter Menschen. Zudem versorgt es Bedürftige mit Lebensmitteln, Medikamenten und Winterkleidung. Seit Kriegsbeginn hat Renovabis nach eigenen Angaben rund 460 Projekte mit mehr als 30,6 Millionen Euro gefördert, um Betroffenen in der Ukraine und den umliegenden Ländern Hilfe zu leisten. DT/jna

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