Der Postulator für diözesane Seligsprechungsverfahren in der Erzdiözese München und Freising, Johannes Modesto, hat die bedingungslose Treue des Religionsphilosophen Romano Guardini (1885-1968) zur Kirche hervorgehoben, der am 17. Februar seinen 140. Geburtstag gefeiert hätte. "Die Tagespost" widmet Guardini, der unter anderem die Päpste Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus mit seinem Denken beeinflusst hat, in ihrer kommenden Ausgabe drei Seiten.
Der Münchner Oberhirte Kardinal Reinhard Marx hatte das Seligsprechungsverfahren im Dezember 2017 eröffnet. Im Gespräch mit der „Tagespost“ sagte Modesto: „Romano Guardini hat immer gesagt, die Kirche ist für ihn die legitime, authentische und einzige Trägerin der Offenbarung. Aus dieser Position hat er immer geschrieben und gehandelt.“
Immer zur christlichen Position bekannt
Auf die Frage, ob der 1952 für seine Friedensarbeit mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnete Guardini von seinen Zeitgenossen eher als Philanthrop denn als Jünger Jesu wahrgenommen worden sei, antwortete Modesto, Guardini sei immer als Christ wahrgenommen worden, weil er sich auch immer seiner christlichen Position bekannt habe.
Wörtlich erklärte der Postulator: „Er war katholischer Priester und hat auch regelmäßig Gottesdienste zelebriert. Ich wüsste nicht, dass er irgendeinen Versuch unternommen hätte, nicht als Christ und als katholischer Priester wahrgenommen zu werden.“ Bei Seligsprechungen von Bekennern sei ein Wunder erforderlich; bei Guardini lasse man gerade ein Vorgutachten über ein mutmaßliches Wunder erstellen. DT/reg/sta
Lesen Sie das ausführliche Interview mit Johannes Modesto in der kommenden Ausgabe der "Tagespost".










