Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung 140. Geburtstag

Postulator: Guardini ist immer als Christ wahrgenommen worden

Sowohl Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz als auch dessen Postulator Johannes Modesto gratulieren in der kommenden „Tagespost" dem Jahrhunderttheologen Romano Guardini zum 140. Geburtstag.
Romano Guardini Preis der Katholischen Akademie
Foto: imago stock&people | Im Gespräch mit der „Tagespost“ sagte Modesto: „Romano Guardini hat immer gesagt, die Kirche ist für ihn die legitime, authentische und einzige Trägerin der Offenbarung.

Der Postulator für diözesane Seligsprechungsverfahren in der Erzdiözese München und Freising, Johannes Modesto, hat die bedingungslose Treue des Religionsphilosophen Romano Guardini (1885-1968) zur Kirche hervorgehoben, der am 17. Februar seinen 140. Geburtstag gefeiert hätte. "Die Tagespost" widmet Guardini, der unter anderem die Päpste Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus mit seinem Denken beeinflusst hat, in ihrer kommenden Ausgabe drei Seiten.

Lesen Sie auch:

Der Münchner Oberhirte Kardinal Reinhard Marx hatte das Seligsprechungsverfahren im Dezember 2017 eröffnet. Im Gespräch mit der „Tagespost“ sagte Modesto: „Romano Guardini hat immer gesagt, die Kirche ist für ihn die legitime, authentische und einzige Trägerin der Offenbarung. Aus dieser Position hat er immer geschrieben und gehandelt.“

Immer zur christlichen Position bekannt

Auf die Frage, ob der 1952 für seine Friedensarbeit mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnete Guardini von seinen Zeitgenossen eher als Philanthrop denn als Jünger Jesu wahrgenommen worden sei, antwortete Modesto, Guardini sei immer als Christ wahrgenommen worden, weil er sich auch immer seiner christlichen Position bekannt habe.

Wörtlich erklärte der Postulator: „Er war katholischer Priester und hat auch regelmäßig Gottesdienste zelebriert. Ich wüsste nicht, dass er irgendeinen Versuch unternommen hätte, nicht als Christ und als katholischer Priester wahrgenommen zu werden.“ Bei Seligsprechungen von Bekennern sei ein Wunder erforderlich; bei Guardini lasse man gerade ein Vorgutachten über ein mutmaßliches Wunder erstellen.  DT/reg/sta

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Lesen Sie das ausführliche Interview mit Johannes Modesto in der kommenden Ausgabe der "Tagespost".

Themen & Autoren
Vorabmeldung Erzbistum München und Freising Jesus Christus Katholizismus Reinhard Marx Religionsphilosophen Romano Guardini

Weitere Artikel

Schüler und Weggefährten würdigen die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz anlässlich ihres 80. Geburtstags.
26.03.2026, 21 Uhr
Michael Karger

Kirche

Weltmission sei ein Antidepressivum für unsere Kirchenfrustration, meint Pater Karl Wallner. Über die Sünden des Westens und die Glaubensfreude der afrikanischen Christen.
09.04.2026, 19 Uhr
Stephan Baier
Papst Leo reist in die Heimat seines Ordensvaters Augustinus: Ein Blick in das vor 1600 Jahren erschienene Hauptwerk des Bischofs von Hippo „Vom Gottesstaat“.
11.04.2026, 17 Uhr
Michael Fiedrowicz
Papst Leo hat das Personenkarussell kräftig angeschoben. Da reicht auch ein ligurisches Mahl kaum aus, um sich über die Neuigkeiten auszutauschen.
12.04.2026, 07 Uhr
Mario Monte