Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Vatikan/Österreich

Parolin: Österreich braucht neue Wege der Evangelisierung

Der Kardinalstaatssekretär rief Medienschaffende in Österreich dazu auf, „Multiplikatoren der frohen Botschaft des Evangeliums“ zu sein, damit das Land des Glaubens „neu froh“ werden könne.
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin
Foto: IMAGO/Salvatore Esposito | Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin rief Österreich dazu auf, nach neuen Wegen der Evangelisierung zu suchen.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat die Kirche in Österreich dazu aufgerufen, intensiv nach Wegen der Neuevangelisierung zu suchen. Wie das internationale katholische Nachrichtenportal „CNA" berichtete, hatte Parolin bei einem Treffen im Vatikan mit österreichischen Journalisten und diözesanen Pressevertretern gesagt: „Dies ist eine Aufforderung an das ganze Volk Gottes, Hirten wie Laien. darüber nachzudenken, wie es um die Zukunft des Glaubens und der Kirche in Österreich bestellt ist und in Einheit und Treue mit dem Nachfolger Petri in der Gemeinschaft der universalen Kirche nach Wegen der Neuevangelisierung zu suchen, um so unseres Glaubens neu froh zu werden.“

Lesen Sie auch:

Good news statt bad bews

Dabei sei es Aufgabe von Journalisten, „Boten der Hoffnung“ und „Multiplikatoren der frohen Botschaft des Evangeliums“ sein. Parolin rief zu einer Berichterstattung auf, die offen für positive und konstruktive Nachrichten sei und zitierte Papst Leo: Kommunikation sei „nicht bloß die Übermittlung von Informationen, sondern Schaffung einer Kultur, menschlicher und digitaler Umgebungen, die zu Räumen des Dialogs und des Austauschs werden“.

Hintergrund war die demografische Entwicklung der katholischen Kirche im Land. Laut einem Bericht der internationalen Nachrichtenagentur „CNA“ ist die Katholiken in dem Land erstmals in ihrer Geschichte nicht in der Mehrheit sind. Doch laut Parolin sei es wichtig, den positiven Blick zu betonen. Er verwies auf eine Steigerung bei Neueintritten — 2024 wurden 4.575 mehr Menschen in die katholische Kirche aufgenommen als 2023 — und Erwachsenentaufen, bei denen ein leichter Anstieg zu verzeichnen sein: Während 2023 208 Erwachsene getauft worden sind, waren es 2024 bereits 255.  DT/dsc

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Evangelium Katholische Kirche Neuevangelisierung Pietro Parolin Päpste

Weitere Artikel

Mariä Geburt: Die Kirche feiert den Geburtstag einer Frau, die Weltgeschichte schrieb. Doch warum wird sie als Morgenröte besungen?
08.09.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt
Äußerungen zu Spätabtreibungen und Kooperationen mit Organisationen, die kein christliches Menschenbild vertreten: Die Entwicklung des Vereins donum vitae verdient eine genaue Betrachtung.
07.09.2026, 07 Uhr
Susanne Hartfiel

Kirche

Papstjubel und Protestwut: Hunderttausende Franzosen gingen zuletzt aus verschiedenen Gründen auf die Straßen. Eins hat sie dennoch vereint.
09.10.2026, 11 Uhr
Elisabeth Hüffer
Johannes Zehe, früher Geiger und seit 2023 Regens für die Priesterausbildung im Erzbistum, wird an diesem Samstag im Mariendom zum Bischof geweiht.
09.10.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt
Statt mit Erfahrungsberichten begann das Bischofstreffen in Rom dann doch mit theoretischen Erörterungen zu dem nachsynodalen Schreiben zu Ehe und Familie von Papst Franziskus.
08.10.2026, 09 Uhr
Guido Horst
Ihr Bruder war geistlicher Begleiter von Papst Johannes XXIII. und Ignazia Isacchi gründete die „Ursulinen vom Heiligsten Herzen Jesu”. Papst Leo spricht sie heute selig.
10.10.2026, 05 Uhr
Claudia Kock
10 Jahre nach dem Papstschreiben befasst man sich in Rom mit der christlichen Familie. Dass die Zulassung von Wiederverheirateten zu den Sakramenten zur Sprache kommt, ist nicht gesagt.
07.10.2026, 21 Uhr
Guido Horst