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Oster kommt nicht zur Auftaktsitzung des Synodalen Ausschusses

Das neue Gremium, das den Synodalen Rat vorbereiten soll, nimmt kommenden Freitag seine Arbeit auf. Der Vatikan hatte sich deutlich gegen dieses Gremium ausgesprochen.
Bischof Stefan Oster war von Anfang an Kritiker des Synodalen Ausschusses.
| Der Passauer Bischof Stefan Oster war von Anfang an Kritiker des Synodalen Ausschusses.

Am 10. November wird der Synodale Ausschuss seine Arbeit aufnehmen. Der Passauer Bischof Stefan Oster hat nun angekündigt, an dieser Sitzung nicht teilzunehmen. Das bestätigte am Freitag eine Bistumssprecherin gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Oster bleibt damit der römischen Weisung treu, nach der weder der Synodale Weg „noch ein von ihm eingesetztes Organ“ die Kompetenz haben, „den ,Synodalen Rat' auf nationaler, diözesaner oder pfarrlicher Ebene einzurichten“.

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Finanzierung verweigert

Bereits im Sommer hatte Oster erklärt, „vorerst“ nicht beim Synodalen Ausschuss mitarbeiten zu wollen. Er ist von Anfang an kritisch gegenüber diesem neuen Gremium aufgetreten und hat neben weiteren drei Bischöfen die Finanzierung dieses Ausschusses über den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) verweigert.

Der Synodale Ausschuss, der aus den Debatten beim Synodalen Weg in Deutschland hervorgegangen ist, soll die Einrichtung eines Synodalen Rates im Jahr 2026 vorbereiten. Der Plan ist, dass Bischöfe und Laien gleichermaßen an Beratungen und Entscheidungen innerhalb der Kirche teilhaben. Der Vatikan hatte dieses Vorgehen wiederholt kritisiert.  DT/dsc

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