Das Fest „Mariä Heimsuchung“ in ein Wort zu fassen, ist schwierig. Es ist vor allem Begegnung, aber auch Ankündigung, Offenbarung, Freude. Zwei Schwangere treffen sich, wobei eine (Elisabeth) von der besonderen Schwangerschaft der anderen (Maria) noch nichts weiß. Aber kaum trifft Maria bei ihr ein, verrät ihr Baby, naja, eigentlich der Heilige Geist, das Geheimnis. Der kleine Johannes hüpft im Leib Elisabeths, die erkennt, wen sie da vor sich hat. Zugleich besucht der Messias Elisabeth und Johannes – verborgen im lebendigen Tabernakel, der Maria ist. Die Szene verweist zurück auf König David, der einst vor der Bundeslade tanzte und ausrief: „Wie kann die Lade des Herrn zu mir kommen?“ (2 Sam 6).
Mariä Heimsuchung: Gott kommt nie zu spät
Der Name klingt nach Unglück, das Fest ist das Gegenteil: eine Geschichte über Hoffnung – jeder Hoffnungslosigkeit und Wahrscheinlichkeit zum Trotz.
