Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Neues Amt

Heiner Wilmer wird Bischof von Münster

Der bisherige Hildesheimer Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz übernimmt Deutschlands mitgliederstärkste Diözese.
Bischof Heiner Wilmer
Foto: Imago/HMB-Media | Heiner Wilmer wurde erst im Februar zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Jetzt übernimmt er auch das Amt des Bischofs von Münster.

Neue Aufgabe für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK): Nach „Bild"-Informationen soll Heiner Wilmer neuer Bischof von Münster werden. Er wird damit Oberhirte von Deutschlands mitgliederstärkster Diözese. Der 64-Jährige steht seit 2018 an der Spitze des Bistums Hildesheim und wurde im Februar zum Vorsitzenden der DBK gewählt.

Lesen Sie auch:

Wilmer gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der katholischen Kirche in Deutschland. Seit 2022 leitet er innerhalb der Bischofskonferenz zudem die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen und vertritt die deutschen Bischöfe auf europäischer Ebene bei der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE).

Vom Ordensmann zum Bischof

Geboren wurde Wilmer am 9. April 1961 im niedersächsischen Schapen im Emsland. Er trat nach dem Abitur in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) ein und wurde 1987 zum Priester geweiht. Nach Studien in Freiburg, Paris und Rom wurde er 1991 promoviert. 

Neben seiner Tätigkeit als Seelsorger war Wilmer auch im Schuldienst aktiv, unter anderem als Lehrer und später als Schulleiter des Gymnasiums Leoninum in Handrup. Internationale Erfahrungen sammelte er unter anderem in Kanada und den Vereinigten Staaten.

Im Jahr 2007 wurde er Provinzial der deutschen Ordensprovinz der Dehonianer. 2015 wählte ihn seine Ordensgemeinschaft in Rom zum Generaloberen. Damit stand er bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Hildesheim an der Spitze des weltweit tätigen Ordens.

Bei der Bekanntgabe seiner Ernennung im St.-Paulus-Dom in Münster wandte sich Wilmer an die Gläubigen vor Ort. Er dankte nicht nur dem Domkapitel, sondern auch Papst Leo XIV. „für sein Zutrauen“. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich mit Blick auf seine neue Aufgabe: „Wenn ich heute im St.-Paulus-Dom zu Ihnen als zukünftiger Bischof spreche, freue ich mich sehr auf das, was kommen wird.“

Mit Blick auf sein bisheriges Wirken erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz: „Hildesheim liegt mir am Herzen.“ Zugleich betonte Wilmer die Verantwortung im Umgang mit Missbrauchsfällen. „Ich werde mich mit aller mir zur Verfügung stehenden Kraft dafür einsetzen, dass unsere Kirche ein sicherer Raum ist.“DT/jna

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Bischofsweihen Bistum Hildesheim Deutsche Bischofskonferenz Heiner Wilmer

Weitere Artikel

Bischof Heiner Wilmer blickt auf eine lange geistliche Laufbahn zurück. Der neue DBK-Vorsitzende kennt die Weltkirche gründlicher als die meisten seiner deutschen Mitbrüder.
25.02.2026, 10 Uhr
Regina Einig
Das Programm des Katholikentags steht fest. Podien werden ohne AfD-Vertreter stattfinden, Wählern der Partei wolle man aber Gesprächsmöglichkeiten bieten, so ZdK-Präsidentin Stetter-Karp.
03.03.2026, 15 Uhr
Maximilian Lutz

Kirche

Dass Heiner Wilmer künftig das Bistum Münster leiten darf, ist ein Vertrauensbeweis des Papstes. Außer einem starken Glauben wird er auch ein gutes Nervenkostüm brauchen.
26.03.2026, 12 Uhr
Regina Einig
Papst Leo XIV. will über eine Reform seines Vorgängers debattieren - und berät sich dafür mit den Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen.
26.03.2026, 13 Uhr
Meldung
In Sagunto hält eine katholische Bruderschaft daran fest, keine Frauen aufzunehmen – und gerät damit in Konflikt mit der Regierung.
25.03.2026, 10 Uhr
José García