„Glaubenskrise ist Katechesekrise“

Für den Verleger Bernhard Meuser gab es noch nie eine Zeit, in der ein Katechismus nötiger war als heute. Warum es sich lohne, sich von Kindesbeinen an auf ihn zu besinnen.
Katechismus ist Essenz des Glaubens
Foto: Frank May (dpa) | Moderne Katechese sieht Meuser als „Querschnittsaufgabe“. Sie betreffe in ihrer Basisversion alle Gläubigen. Ihr bevorzugter Ort sei das Glaubensgespräch.

Für den Verleger Bernhard Meuser gab es noch nie eine Zeit, in der ein Katechismus nötiger war als heute. „Wenn eines bei der Eucharistiedebatte deutlich wurde, dann war es die erstaunliche Unkenntnis, mit der katholische Christen über das Herzstück ihres Glaubens sprachen“, meint der YOUcat-Initiator im Gespräch mit der „Tagespost“. „Glaubenswissen? Fehlanzeige“, bemängelt Meuser. Wie man nicht sinnvoll über Physik sprechen könne, wenn man nicht weiß, was Schwerkraft ist, so könne man auch über Kommunion nur hilflos dilettieren, wenn man nicht wenigstens eine Ahnung davon habe, was Eucharistie ist.

"Von Kindesbeinen an auf Inhalte unseres Glaubens besinnen"

Im Katechismus sieht Meuser nur die konzentrierte Essenz dessen, was eine Katechese vermitteln müsse. „Unsere Glaubenskrise ist eine Krise der Katechese“, so der 64-Jährige. „Wir werden den Glauben wiederfinden, wenn wir uns auf allen Ebenen – und von Kindesbeinen an – neu auf die Inhalte unseres Glaubens besinnen.“

Moderne Katechese sieht Meuser als „Querschnittsaufgabe“. Sie betreffe in ihrer Basisversion alle Gläubigen. Ihr bevorzugter Ort sei das Glaubensgespräch. „Denken Sie an Eltern, die ihr Kind zu Bett bringen – dort kommen tiefe Fragen auf, die zwei Dinge erfordern: Eltern, die Zeugnis geben, plus Eltern mit Glaubenswissen.“

"Katechismus öffnet Horizont auf das Ganze des Glaubens"

Wenn man versuche, ohne eine „thematische Guideline“ locker über den Glauben zu sprechen, stoße man höchstens per Zufall zum Wesen der Dinge. Der Katechismus hingegen öffne den Horizont auf das Ganze des Glaubens, „auf alles, was man lernen muss, um ein Christ zu sein“.

Warum der Katechismus von Kindesbeinen an relevant für Christen ist erklärt der Publizist Bernhard Meuser im exklusiven Gespräch mit der „Tagespost“ in der Ausgabe vom 26. Juli. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.
DT

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