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"Die Kirche findet ihren Ausdruck in der Eucharistie"

Augoustinos Lambardakis, Metropolit der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland, äußert sich im Domradio zum Kommunionverständnis der orthodoxen Christen.
Metropolit und Erzbischof Augoustinos Lambardakis
Foto: A. Kordik | Erzbischof Augoustinos Lambardakis, Exarch von Zentraleuropa des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel.

In der katholischen Kirche wird über den Kommunionempfang für nicht-katholische Ehepartner debattiert. Ist dies eine Thematik, die sich in ähnlicher Weise auch orthodoxen Christen stellen könnte? Was beinhaltet ihr Kommunionverständnis? Mit diesen Fragen trat das Domradio (Köln) an Augoustinos Lambardakis heran, den Erzbischof und Metropolit der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland und Exarch von Zentraleuropa des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel.

Der Metropolit hatte sich bereits vor einigen Tagen anlässlich des Jahresempfangs 2018 der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland zum Kommunionstreit geäußert und dem Kölner Kardinal Woelki seine brüderliche Solidarität versichert, wie Die Tagespost berichtete.

Nun konkretisierte er seine Position und bekräftigte zugleich den Rückhalt für Kardinal Woelki. Konfessionsübergreifend seien sich katholische und orthodoxe Kirche einig, „dass die Eucharistie im Zentrum unseres Kirche-Seins steht“. Augoustinos Lambardakis weiter: „Die Kirche findet ihren Ausdruck in der Eucharistie. Wenn sie nicht Eucharistie feiert, ist sie keine Kirche mehr. Und umgekehrt gilt deshalb: Die Eucharistie konstituiert die Kirche, Eucharistie bedeutet Kirche. Und somit stellt die Eucharistie auch die Einheit der Kirche dar“.

Vor der Ökumene des gemeinsamen Kommunionempfangs stünde „die Ökumene des gemeinsamen Lebens“, so Augoustinos Lambardakis. Das bedeute ein „gegenseitiges respektvolles Wahrnehmen des Anderen, dort wo und wie er lebt“. Hier sieht der Metropolit die Kirche auf einem guten Weg: „Es gibt die Ökumene des gemeinsamen Handelns in vielfältigen Zusammenhängen in unserem Land“.

DR (Interview: Johannes Schröer) / DT (Josef Bordat)

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