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Das Kölner Konzept ist stimmig

Der Eucharistische Kongress in Köln zeigt, wie Neuevangelisierung heute Generationen verbindet und Gräben überwindet.
Monstranz: Vor dem Allerheiligsten vereint
Foto: Imago/Panama Pictures | Vor dem Allerheiligsten vereint: Anbetung als Herzstück eines neuen missionarischen Aufbruchs.

Die vielen erfreulichen Initiativen, die in den letzten Jahren zur Förderung der Neuevangelisierung entstanden sind, haben viel Gutes für den Missionsgeist bewirkt und zugleich eine Lücke spürbar werden lassen. Denn die Pfingstfestivals der Loretto-Gemeinschaft, Zim-Zum, SEEK und die Adoratio-Kongresse sind in erster Linie auf ein junges Publikum zugeschnitten.

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Was sie nicht leisten können, ist dem Eucharistischen Kongress „Kommt und seht“ in Köln im ersten Aufschlag gelungen: mit einem Glaubensfestival alle Generationen und sozialen Schichten einzubinden. Dazu brauchte es im deutschsprachigen Raum einen neuen Ansatz. Ein Katholikentreffen heute ist keine Gegenbewegung zu Katholikentagen mehr – zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken haben viele junge Gläubige heute nicht den leisesten Bezug.

Kämpferischer Elan seltener geworden

Somit geht ihnen auch das Bedürfnis ab, sich davon abzugrenzen. Der kämpferische Elan, der von Katholikentreffen wie „Freude am Glauben“ ausging, ist heute seltener geworden. Die Säkularisierung verlangt ihren Tribut: In der entkirchlichten Gesellschaft und der Vereinsamung vieler Gläubigen in ihren Gemeinden wächst die Sehnsucht nach Gebetsgemeinschaften.

Die eucharistische Anbetung ist nicht nur im Hinblick auf die 750-Jahrfeier der ersten Fronleichnamsprozession in Köln ein stimmiger Ansatz: Sie ermöglicht es auch, das liturgische Streitpotenzial innerhalb der katholischen Kirche zu entschärfen. Vor dem ausgesetzten Allerheiligsten finden Gläubige mit unterschiedlichen liturgischen Überzeugungen Ruhe – und auch Gottsucher, die Christus noch entdecken sollen.

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Regina Einig Jesus Christus Neuevangelisierung Zentralkomitee der deutschen Katholiken

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