Budapest

Hartl: „Wir müssen Gott wieder ins Zentrum stellen“

Johannes Hartl warnt in Budapest vor leerem Aktivismus und dem Verlust der Schönheit.
Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses Augsburg
Foto: Ruth Brožek | Hartl appellierte an das internationale Publikum des Kongresses: „Wir müssen Gott wieder ins Zentrum unserer Botschaft stellen.“

„Ich träume von einer Kirche, die für das berühmt ist, wovon sie fasziniert ist und wofür sie brennt“, bekannte Johannes Hartl, Gründer des Gebetshauses Augsburg und katholischer Bestsellerautor, am Dienstag auf dem Internationalen Eucharistischen Kongress (IEC) in Budapest. Stattdessen seien Katholiken oft bekannt für das, wogegen sie sind. Das Neue Testament sei erfüllt vom Konzept der Faszination. Im Evangelium gehe es nicht vorrangig um das, was zu tun ist, sondern wen wir lieben. „Faszination steht im Zentrum des christlichen Lebens!“

Schönheit ist eine Frage der Liebe

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Gott selbst sei herrlich und voll Freude; der Mensch sehne sich danach. Hartl appellierte an das internationale Publikum des Kongresses: „Wir müssen Gott wieder ins Zentrum unserer Botschaft stellen.“ Viele Predigten würden sich eher um das drehen, wofür oder wogegen wir selbst sind. Zentral sei aber nur die Frage jedes Menschen nach Gott. Darum gehe es im Evangelium.

Leidenschaftlich plädierte Johannes Hartl für die Neuentdeckung der Schönheit in Musik, Liturgie und Architektur: „Wir brauchen Räume, wo Menschen Gott begegnen können. Machen wir es für jene Leute, die noch nicht Teil dieser Familie sind, einfach, zu einem Teil der Familie zu werden.“ Nicht nur die Gesellschaft, auch die Kirche habe die Schönheit verloren. Alles müsse heute billig und minimalistisch sein. Schönheit sei jedoch nicht immer eine Frage des Geldes, allerdings stets eine Frage der Liebe. Heute sei die Gesellschaft im Westen weniger an Wahrheit interessiert, jedoch sehr sensibel für Schönheit und Authentizität.

Jede Fruchtbarkeit komme von Innen, sagte der Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg auf dem Eucharistischen Kongress. Die Christen müssten darum das Gebet erneut zu ihrer Priorität machen. Es sei eine Gefahr, sich in Aktivismus zu fliehen: „Gott ist auch mehr als der Gottesdienst.“ Jeder Christ müsse sich fragen: „Brennt mein Herz noch für Jesus?“  DT/sba

Mehr Berichte über den 52. Internationalen Eucharistischen Kongress in Budapest auf die-tagespost.de

Lesen Sie eine ausführliche Reportage über den Internationalen Eucharistischen Kongress in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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