Würzburg

Zeit für Bibel, Katechismus und Ökologie des Menschen

Wenn wir die Krise der Kirche bewältigen wollen, müssen wir zu den Quellen ihrer Stiftung.

Die Kirche muss an die Quellen gehen
Wichtig für die Kirche: Heilige Schrift, Katechismus, Ökologie des Menschen. Foto: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild)

Nicht nur Papst Benedikt sieht in der 68er Bewegung einen Brandbeschleuniger der Missbrauchskrise. Auch die Psychologin Christa Mewes bestätigt diese Erfahrung aus ihrer Praxis.

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Die Berichte über Missbrauchsfälle von katholischen Priestern weltweit wollen und wollen kein Ende nehmen. Neue Fälle werden offenbar. In der Tat, wie beschämend ist dieses Fehlverhalten und für die Gemeinden, die davon betroffen sind, tief aufschreckend mit durcheinanderwirbelnden Folgen. Der Schaden ist groß. Kirchenaustritte häufen sich. Aber das bedeutet für alle Menschen des Westens eine schwere Minderung des geistigen und sozialen Niveaus.

Hämische Berichte in der Mainstreampresse

Das ist doppelt betrüblich, weil sich aus manchem hämischen Tenor der Berichte in der Mainstreampresse erkennen lässt; dass der weit verbreitete Atheismus in unserer Welt die Einflussminderung der katholischen Kirche geradezu anstrebt. Deshalb fehlen nicht selten einmal ignorante nassforsche Veränderungsvorschläge für die katholischen Grundstrukturen unserer Kirche.

Verdrängen des öffentlichen Anprangerns hilft nicht mehr

Aber eins ist sicher: Es hilft nun alles Verdrängen des öffentlich oft hochnäsigen Anprangerns über all das „Vertuschen“ nicht mehr. Es muss nun endlich – und nicht allein für die katholische Kirche – eine sachliche Bearbeitung des Phänomens der allgemeinen Sexualisierung der westlichen Welt auf den Tisch. Es muss deshalb nun auch nach den tieferen Ursachen gefragt werden. Es muss in diesem Zusammenhang in den Blick genommen werden, dass vor 50 Jahren – unterstrichen von einem revolutionären Getöse – durch die sogenannte Befreiung zur Sexualität – eine Verhaltensänderung der gesamten Bevölkerung eingetreten ist.

Werkzeug zur Gewinnung von Zukunft

Damit wurde aber der zweitmächtigste Naturtrieb, den die Sexualität nun einmal darstellt, geradezu entfesselt. Denn dieser zweitgrößte Lebenstrieb – von Gott selbst mit all seiner Schöpfung auch für den Menschen eingerichtet – ist das Werkzeug zur Gewinnung von Zukunft. Er pflegt aber zu wuchern, wenn sorgsame Gärtner im Garten Eden nicht durch kompetenten Schnitt ein Übermaß verhindern. Aber dergleichen geschah nicht, obgleich eine solche Überwucherung nach dem Motto: („Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“) zur Folge hatte, dass nun mit Verhütungs- und Abtreibungsboom ein Geburtenschwund und viele neue chronische Krankheiten entstanden. Dadurch beginnt die Zukunft der Menschen im christlichen Abendland generell infrage gestellt zu werden.

Warum es ein Bewusstsein über diese Zusammenhänge braucht und was jetzt in den Priesterseminaren geschehen muss, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 11. April 2019. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT/reg (jobo)