Glaubensmanifest: Mehrere Bischöfe danken Kardinal Müller

Er sei Kardinal Müller dankbar für die prophetischen Äußerungen zu Fragen des Glaubens und der Verkündigung, so der Schweizer Weihbischof Eleganti. Auch zwei US-Bischöfe loben Müller für seine klaren Worte.

Zustimmung zu Kardinal Müllers Glaubensmanifest
Während sich der ehemalige Kurienkardinal Walter Kasper jüngst kritisch äußerte, lobten mehrere Bischöfe das Schreiben, in dem Müller seine Sichtweise auf die Lehre der Kirche schildert. Foto: Andreas Arnold (dpa)

Das von Kurienkardinal Gerhard Müller veröffentlichte Manifest zur Glaubenslehre schlägt hohe Wellen. Während sich der ehemalige Kurienkardinal Walter Kasper jüngst kritisch äußerte, lobten mehrere Bischöfe das Schreiben, in dem Müller seine Sichtweise auf die Lehre der Kirche schildert.

"Dank sei Gott für Kardinal Müllers Stärke und Treue gegenüber Christus"

In den USA drückte Joseph Strickland, Bischof im Bistum Tyler im Bundesstaat Texas, seine Dankbarkeit aus. „Dank sei Gott für Kardinal Müllers Stärke und Treue gegenüber Christus und seiner Lehre“, so der Bischof. Die Gläubigen rief er über den Kurzmitteilungsdienst „Twitter“ auf, die „frohe Herausforderung“ mit neuem Elan anzugehen. Ähnlich äußerte sich Thomas Tobin, Bischof von Providence im Bundesstaat Rhode Island: Er schätze den „klaren, prägnanten und strukturierten Ansatz“, den Müller verfolge. Das Manifest sei eine exzellente Zusammenfassung des Glaubens.

Gegenüber dem amerikanischen Internetportal „Lifesitenews“ brachte der Schweizer Weihbischof im Bistum Chur, Marian Eleganti, seine Wertschätzung für Kardinal Müllers Erklärung zum Ausdruck. „Ich bin Kardinal Müller sehr dankbar für seine prophetischen Äußerungen zu Fragen des Glaubens und der Verkündigung in einer Zeit der Verwirrung und der Verunsicherung vieler Gläubiger und Glaubenssuchender. Möge uns der Heilige Geist erleuchten und zu glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums und des katholischen Glaubens werden lassen!“

"Lifesitenews" startet Petition zur Unterstützung des Manifests

„Lifesitenews“ ruft gleichzeitig mit einer Petition zur Unterstützung von Kardinal Müllers Manifest auf. Am Dienstagvormittag hatte diese bereits mehr als 13 000 Unterzeichner.

Kardinal Müller hatte sein Manifest zur Lehre des Glaubens am vergangenen Wochenende auf Deutsch, Englisch und Italienisch veröffentlicht. Darin legte der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation seine Ansichten zu Glaubenswahrheiten zum dreifaltigen Gott, Jesus Christus und der Lehre der Kirche in Bezug auf Zölibat, Kommunion und Priesterweihe dar.

Müller: Verwirrung in der Lehre des Glaubens

Viele Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien hätten ihn darum gebeten, so Müller, ein „öffentliches Zeugnis für die Wahrheit der Offenbarung“ abzulegen, da sich Verwirrung in der Lehre des Glaubens ausbreite. Vielen Christen seien selbst die grundlegenden Lehren des Glaubens nicht mehr bekannt.

DT/mlu

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