Schongau

"Maria 1.0" ruft dazu auf, dem Synodalen Weg eine neue Richtung und einen neuen Namen zu geben

Nach dem postsynodalen Schreiben von Papst Franziskus müsse es jetzt vor allem um Bekehrung und Neuevangelisierung gehen, findet die Initiative.

Initiative "Maria 1.0" ruft dazu auf, dem Papst zu folgen.
Die Initiative "Maria 1.0" ruft dazu auf, über den deutschen Tellerrand hinauszuschauen und dem Papst zu folgen. Dessen nachsynodales Schreiben zur Amazonas Synode müsse Konsequenzen für die Richtung des Synodalen Weges in Deutschland haben. Foto: Vincenzo Pinto (AFP/AP)

Die Initiative "Maria 1.0" hat dazu aufgerufen, dem Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland eine neue Richtung und einen neuen Namen zu geben. "Bekehrung unserer selbst und neue Ausrichtung auf Gott und Neuevangelisierung sind die Ziele, die jetzt anstehen", heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative.  Mit Nachdruck ruft "Maria 1.0" dazu auf, dem Papst zu folgen: "Wir bitten  mit aller Dringlichkeit: Folgen wir dem Papst!" 

Die Initiative schlägt zudem vor, dem Synodalen Weg einen neuen, richtungsweisenden Namen zu geben und ihn zum Beispiel in „Weg der Bekehrung und Neuevangelisierung“ umzubenennen. "Lasst uns gemeinsam entwickeln, wie wir alle den Weg der Bekehrung und Hinwendung zu Gott gehen können", heißt es in der Presseerklärung weiter.

Sich auf Frauenweihe und Zölibat zu fixieren, ist nicht mit dem Papstschreiben vereinbar

Den Ruf nach einem Richtungswechsel begründet "Maria1.0" mit dem nachsynodalen Schreiben zur Amazonas Synode von Papst Franziskus. „Querida Amazonia" habe kontroverse Berichte zur Folge gehabt. Der Fokus habe dabei vor allem auf den Themen Frauenweihe und Zölibat gelegen. Dabei schaue der Heilige Vater "viel tiefer und viel weiter", so die Initiative.  Die thematische Engführung auf Zölibat und Frauenweihe sei nicht mit dem Schreiben des Papstes vereinbar. "Es geht um viel mehr", betont "Maria 1.0". 

Zustimmend zitiert die Initiative den Papstvertrauten Erzbischof Vitor Fernandez aus dem italienischen "Osservatore Romano". Treffend habe dieser gesagt: Während Evangelikale es schafften, gut ausgebildete und mit Verantwortung ausgestattete Laien in die hintersten Winkel Amazoniens zu schicken, würden „wir meinen, mit einigen verheirateten Priestern die enormen Probleme zu lösen, denen wir gegenüberstehen“.

Eine inspirierende Fortsetzung des Papstbriefes an die Katholiken in Deutschland

"Maria 1.0" habe  den Text von Papst Franziskus als" inspirierende Fortsetzung des Briefes gelesen, den er am 29. Juni an die Schwestern und Brüder in Deutschland geschrieben" habe, heißt es in der Pressemitteilung der Initiative weiter. Papst Franziskus nehme nun aber eine globale Sichtweise ein. "Wir Deutschen sind deshalb dazu aufgefordert, über unseren Tellerrand zu schauen. Es wird vor allem deutlich, was der Heilige Vater meint, wenn er von Evangelisierung spricht. Er denkt und versteht Evangelisierung sehr umfassend: Er denkt an das Heil der ganzen Schöpfung! Das ist es, was er in den Blick nimmt. Nicht mehr und nicht weniger."

Die Begeisterung darüber möchte "Maria 1.0" nach eigener Aussage gerne in den Synodalen Weg einbringen, "den die Kirche in Deutschland geht, aber auch und vor allem in das tägliche Leben." 

DT

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