Psychische Folgen einer Abtreibung: Umfassende Studie nötig

Die Hypothese, dass auch Mütter Schaden an Leib und Seele nehmen, die ihr Kind zur Tötung durch einen Arzt freigeben, ist alles andere als absurd.

Bundestag bewilligt Spahn Gelder für Abtreibungsstudie
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will eine Studie durchführen lassen, um mögliche psychische Folgen einer Abtreibung zu untersuchen. Foto: Gregor Fischer (dpa)

Weil Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fünf Millionen Euro für die Ausschreibung einer Studie beantragt hatte, die untersuchen soll, ob ungeborene Kinder die einzigen Opfer von Abtreibungen sind, wurde er von den Oppositionsparteien sowie vom Koalitionspartner SPD heftig kritisiert. „Skandal“, „Unsinn“, „rechtsextremes Gedankengut“, schallte es ihm entgegen.

Das Bundeskabinett bewilligte die von Spahn beantragten Gelder

Die Hypothese, dass auch Mütter Schaden an Leib und Seele nehmen, die ihr Kind zur Tötung durch einen Arzt freigeben, oder nicht die Kraft aufbringen, es davor zu bewahren, ist alles andere als absurd. Denn dass die Tötung eines unschuldigen und wehrlosen Kindes im Mutterleib in der Seele seiner Mutter keinen diese erschütternden Eindruck hinterlassen können soll, kann nur annehmen, wer entweder die Existenz der Seele leugnet oder aber die Durchführung einer vorgeburtliche Kindstötung auf der Ebene eines Besuchs im Fitnessstudio ansiedelt.

Im Bundeskabinett scheint weder die eine noch die andere Ansicht mehrheitsfähig. Denn es bewilligte die von Spahn beantragten Gelder. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, ist das für SPD, FDP, Linke und Grüne ein Skandal. Bis zu einem gewissen Punkt ist das sogar verständlich. Denn sollten Frauen unter einem „Schwangerschaftsabbruch“ tatsächlich leiden oder gar ursächlich wegen ihm psychisch erkranken können, widerspräche dies ihrem sorgsam gepflegtem Narrativ.

Auch für Abtreibungsbefürworter ist ein "Abbruch" nicht das "Mittel der Wahl"

Diesem zufolge „befreit“ Abtreibungen Frauen vom „Gebärzwang“ der zu Frauen besonders ungerechten Natur und erlaubt ihnen, ohne Beachtung derselben allein zu bestimmen, ob, wann und wie viele Kinder sie bekommen. Wobei auch für eingefleischte Abtreibungsbefürworter der „Schwangerschaftsabbruch“ selbstverständlich nicht das „Mittel der Wahl“ ist. Wohl aber eines, auf das Frau bedenkenlos zurückgreifen können soll.

Was bisherige Studien besagen, die sich mit der Frage der psychischen Folgen einer Abtreibung beschäftigten, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 21. Februar. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT