Olympiaseelsorger: Mannschaft ist Spiegelbild der Gesellschaft

Der Olympiaseelsorger Pfarrer Jürgen Hünten sieht in den Olympischen Spielen eine Gelegenheit, den Sinn des Tuns zu hinterfragen und die eigene Lebenssituation zu überdenken.

Vancouver 2010 - Andre Lange
Für viele Teilnehmer stellen die Olympischen Spiele den Höhepunkt der Karriere dar, meint Olympiaseelsorger Jürgen Hünten. Foto: Jim Hollander (epa)

Für Pfarrer Jürgen Hünten, Olympiaseelsorger der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), stellt die deutsche Olympiamannschaft ein Spiegelbild der Gesellschaft dar. Dort fänden sich „Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Religionen – gläubige und ungläubige Teammitglieder“, so Hünten im Gespräch mit der „Tagespost“. „Wir versuchen durch unterschiedliche Gottesdienstangebote, diese Menschen zu erreichen und letzten Endes zu begleiten“, erklärt Hünten, der Hochschulpfarrer in Düsseldorf und Wuppertal ist. Olympia stelle für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Höhepunkt ihrer Sportlaufbahn dar. In diesem Kontext gehe es oft um den Sinn des Tuns, um Gewinnen und Verlieren, fernab der Heimat „vielleicht auch um ein Überdenken der Lebenssituation“. Hier stehe er zusammen mit dem evangelischen Seelsorger Thomas Weber zur Verfügung. Seit mehr als 40 Jahren wird die deutsche Olympiamannschaft bei Sommer- und Winterspielen von einem ökumenischen Seelsorgerteam begleitet. „Insgesamt bin ich sehr begeistert, wie offen wir vom Nationalen Olympischen Komitee empfangen werden“, meint Hünten weiter. Diese Haltung wünsche er sich auch von vielen Gemeinden und kirchlichen Gruppierungen gegenüber Kooperationspartnern.   

Das ausführliche Interview mit dem Olympiaseelsorger, Pfarrer Jürgen Hünten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 08. Februar.

DT