Gottesdienstübertragungen: „Konkrete Unterstützung der Seelsorge“

Man erreiche die Menschen an der Peripherie, die aus den Übertragungen Kraft und Trost schöpfen, so Martin Rothweiler, Programmdirektor des katholischen Fersehsenders „EWTN“ in Deutschland.

Martin Rothweiler über die Bedeutung von TV-Gottesdiensten
Gottesdienstübertragungen seien für diejenigen gedacht, die aufgrund von Krankheit und Alter keine andere Möglichkeit haben, selbst an der heiligen Messe teilzunehmen, so Rothweiler. Foto: Patrick Seeger (dpa)

Die pastorale Bedeutung von Gottesdienstübertragungen kann nach Ansicht von Martin Rothweiler, Programmdirektor und Geschäftsführer des katholischen Fernsehsenders „EWTN“ in Deutschland, gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dies zeige sich tagtäglich an der dankbaren Resonanz der Zuschauer. „Wir erreichen hier wirklich die Menschen an der Peripherie, die Kranken, Alten und Einsamen, die aus den Übertragungen Kraft und Trost schöpfen“, so Rothweiler im Gespräch mit der "Tagespost". Gottesdienstübertragungen seien eine konkrete Unterstützung der Seelsorge vor Ort.

In allen Wohnungen und Häusern präsent sein

Das Ziel des weltweit operierenden katholischen Fernsehsenders ist es laut Rothweiler, in allen Wohnungen und Häusern präsent zu sein. „Das ist für mich ein ganz zentraler Auftrag im Sinne einer wirklich missionarischen Kirche. Wir müssen die Netze auswerfen.“ Christus werde dann das Übrige tun.

Der 60-jährige Theologe erklärt zudem, dass eine Gottesdienstübertragung den Besuch der Heiligen Messe nicht ersetzen soll. Vielmehr sei diese für diejenigen gedacht, die aufgrund von Krankheit und Alter keine andere Möglichkeit haben. „Unsere Erfahrung ist: Die Menschen schauen nicht nur einfach zu, sondern sie beten und singen mit, ja, richten sogar ihren Alltag darauf ein“, so der Programmdirektor des Senders.

Gottesdiensübertragung als Einladung zur geistigen Kommunikation

Wenn man eine Heilige Messe mit Kommentator übertrage, lade man die Zuschauer stets zu einer geistigen Kommunikation ein, so Rothweiler weiter. Diese spürten vor allem, ob der Priester mit wirklicher Andacht und Ehrfurcht zelebriert. Zudem freuten sie sich über ein kurzes betrachtendes Wort, das ihnen für den Tag hilft. „Wichtig ist sicher eine qualitätvolle, gute musikalische Gestaltung, sei es durch Orgelspiel, Chormusik, gregorianischen Choral oder das neue geistliche Liedgut.“

Warum auch Humor bei der Arbeit von EWTN eine große Rolle spielt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 21. Februar 2019. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT