Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kommentar um „5 vor 12“

Wenn der Schrecken zur Routine wird

Die Liste der Anschläge wird immer länger. Nun also München. Das wird den Wahlkampf bestimmen. Zumindest das ist sicher.
Gedenken nach mutmaßlichem Anschlag in München
Foto: IMAGO/Matthias Gränzdörfer (www.imago-images.de) | Blumen im Schnee, ernste Mienen: Gedenken nach dem mutmaßlichen Anschlag in München.

Vielleicht haben Sie gestern auch so eine Mitteilung bekommen? Bekannte schicken Ihnen via Facebook eine Nachricht, die sogenannte Crisis Response. Mitten aus München. Von dort, wo gestern wieder ein Anschlag stattfand. Und natürlich, es gibt noch den Schreckensmoment.

Lesen Sie auch:

Doch in Wirklichkeit ist es so: Die Liste mit den Anschlägen wird Woche um Woche, so muss man mittlerweile tatsächlich sagen, immer länger. Natürlich gibt es Statements. Aber die Menschen hören eigentlich nicht mehr zu, wenn ein Politiker spricht. Längst ist der Schrecken für sie zur Routine geworden. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, weiß der Volksmund. Und das könnte auch zur Devise der Wähler bei ihrer Entscheidung in einer Woche werden. Wie diese Wahl ausgeht, das wird nicht in Berlin entschieden. Das Ergebnis wird mit München, Aschaffenburg, Magdeburg und Solingen verbunden sein. Zumindest das ist sicher. 

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Sebastian Sasse

Weitere Artikel

Trump ist ein Narzisst, der nicht verlieren kann, meint der US-Experte Josef Braml. Doch bei den Demokraten ist auch kein Wunderheiler in Sicht. Für Europa sieht er nur einen Ausweg.
09.10.2026, 15 Uhr
Maximilian Lutz
Diese Botschaft entsteht, wenn sich Stil und Geste vom eigentlichen Souverän, dem Wähler, zu sehr ablösen. Wenn sich das nicht ändert, braucht das Land neue Köpfe und neue Parteien.
01.10.2026, 07 Uhr
Henry C. Brinker
Keine OSZE-Beobachter, verstärkte Polizeipräsenz vor Wahllokalen, ein Feldzug gegen die Briefwahl: So will der US-Präsident Wähler mit Migrationshintergrund an der Stimmabgabe hindern.
24.09.2026, 11 Uhr
Maximilian Lutz

Kirche

„Quiet Revival“ in Berlin: Neugetaufte und Konvertiten berichten über die digitale Evangelisierung und ihre Suche nach mehr.
11.10.2026, 13 Uhr
José García
Das Bischofstreffen in Rom zur Familienpastoral stößt auf wenig Interesse bei den Medien. Grund ist die Art und Weise, wie die Versammlung gelenkt und gesteuert wird.
10.10.2026, 12 Uhr
Guido Horst
Papstjubel und Protestwut: Hunderttausende Franzosen gingen zuletzt aus verschiedenen Gründen auf die Straßen. Eins hat sie dennoch vereint.
09.10.2026, 11 Uhr
Elisabeth Hüffer
Johannes Zehe, früher Geiger und seit 2023 Regens für die Priesterausbildung im Erzbistum, wird an diesem Samstag im Mariendom zum Bischof geweiht.
09.10.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt