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Ungarischer EU-Abgeordneter: „Europa ist zum Missionsgebiet geworden“

Der ungarische Europaabgeordnete György Hölvényi ringt in Brüssel und Straßburg mit linken Ideologen und den Kompetenzüberschreitungen der EU.
Der ungarische Europaabgeordnete György Hölvényi
Foto: Emilie GOMEZ | „Man muss für Mehrheiten kämpfen und Allianzen bauen“, meint György Hölvényi. „Das geht nur, wenn wir selbst glaubwürdig sind.“

Seit einem vollen Jahrzehnt kämpft der ungarische Christdemokrat György Hölvényi im Europäischen Parlament für christliche Werte. Trotz mancher Abstimmungsniederlagen und heftigem Gegenwind hat er nie resigniert. Im „Tagespost“-Interview zeigt er sich vielmehr streitbar: „Man muss für Mehrheiten kämpfen und Allianzen bauen.“ Nachsatz: „Das geht nur, wenn wir selbst glaubwürdig sind.“

Bezug zu christlichen Wurzeln verloren

Der ungarische Politiker ist überzeugt, dass die Europäische Union bis heute von den christlichen Weichenstellungen der Gründerväter des vereinten Europas lebt, „aber langfristig sehe ich uns in Gefahr, weil wir den inneren Bezug zu den christlichen Wurzeln vielfach verloren haben“. 

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Man spreche in der EU noch viel von Solidarität und Subsidiarität, wisse aber nicht mehr um ihre Begründungen in der christlichen Soziallehre. „Unsere christliche Identität ist gebrochen – das gibt es fast nur in Europa! Binnen zwei Jahrzehnten ist unser Europa zum Missionsgebiet geworden“, so Hölvényi im „Tagespost“-Interview.  DT/sba

Lesen Sie das vollständige Interview mit dem ungarischen Europaabgeordneten Hölvényi am Donnerstag in Ihrer „Tagespost“.

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