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Über Milieu- und Konfessionsgrenzen ins Gespräch kommen

Nach Ansicht von Lars Castellucci, dem kirchenpolitischen Sprecher der SPD, mangelt es in Deutschland an Miteinander und Austausch unterschiedlicher Menschen. Sein politisches Handeln sei in erster Linie vom christlichen Menschenbild bestimmt.
Lars Castellucci
Foto: privat | Lars Castellucci setzt darauf, durch Gespräche Brücken zu bauen. Er plädiert auch für harten Streit in der Sache.

Nach Ansicht von Lars Castellucci, dem kirchenpolitischen Sprecher der SPD, passt es „wunderbar zusammen“ als Christ politisch in der SPD tätig zu sein. „Ich finde, dass sich die Werte, die ich als Heranwachsender durch ein christliches Elternhaus mitbekommen habe, und das, was mir später politisch wichtig wurde – Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – gegenseitig stärken“, meint Castellucci im Gespräch mit der „Tagespost“. Sein politisches Handeln sei in erster Linie vom christlichen Menschenbild angetrieben. Der erste Artikel des Grundgesetzes, so der evangelische Christ, speise sich für ihn direkt aus den Werten, die nicht erst mit der Aufklärung eingepflanzt worden seien. „Das ist für mich vielmehr eine christliche Prägung, den Menschen erst einmal als gleichwürdig zu betrachten – unabhängig davon, wo er herkommt, was er kann und so weiter.“ Aus dieser Haltung heraus wolle er Politik machen, so der 44-Jährige.

Angesichts des wachsenden Zuspruchs rechtspopulistischer Positionen schlägt Castellucci vor, unterschiedliche Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. In Deutschland mangele es seiner Ansicht nach an Miteinander und an Gesprächen zu relevanten Themen über Milieugrenzen und Konfessionen hinweg. „Wenn Streit immer als etwas Schlechtes angesehen wird, hat man nicht verstanden, dass der Streit in einer liberalen Demokratie notwendig ist“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 24. Mai.
DT

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