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„Trump sieht Orbán als einen Freund und einen Verbündeten“

Eduard von Habsburg äußert sich zum brisanten Ungarn-Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten JD Vance kurz vor der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag.
JD Vance und Viktor Orban
Foto: IMAGO/Beata Zawrzel (www.imago-images.de) | JD Vance tritt mit Viktor Orban zu einer Pressekonferenz vor die Kameras.

Freundliche Schützenhilfe wenige Tage vor der Wahl: US-Vizepräsident JD Vance ist zu einem Besuch in Ungarn eingetroffen. Am Abend will er eine Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán halten, der nach 16 Jahren an der Macht um seine Wiederwahl bangen muss. Schon zuvor sagte Vance bei einem Treffen mit Orbán, die Beziehungen zwischen beiden Ländern befänden sich seit dem neuerlichen Amtsantritt des US-Präsidenten Donald Trump in einem „goldenen Zeitalter“.

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Erzherzog Eduard von Habsburg-Lothringen, ehemaliger Botschafter Ungarns am Vatikan und Distinguished Visiting Fellow am Danube Institut in Budapest, sagte der „Tagespost“ anlässlich des Vance-Besuchs, die guten Beziehungen zwischen Ungarn und den USA hätten ihre Gründe: „Wir teilen sehr viele Werte, zum Beispiel stehen beide Regierungen zum Christentum im öffentlichen Raum.“ Zudem gebe es beiderseits ein „starkes Bekenntnis zur Souveränität der Nation“ oder auch gemeinsame Vorstellungen zur Familie.

Von Habsburg weiter: „So gesehen ist dieser historische erste Besuch eines US-Vizepräsidenten in Jahrzehnten nur passend. Der tiefere Grund ist sicher die seit Jahren gewachsene persönliche Freundschaft zwischen Viktor Orbán und Präsident Trump. Orbán hat den sehr loyalen Kontakt zu ihm auch fortgesetzt, als Trump nicht mehr an der Regierung war. Und so etwas bringt natürlich Früchte. Ganz konkret hat Trump in den letzten Monaten viele Erleichterungen für Ungarn in der Energie, bei Reisen und im Allgemeinen durch politische Unterstützung beigetragen. Trump sieht Orbán als einen Freund und einen Verbündeten. Er sieht ihn auch als eine ausgewogene Stimme der Vernunft in Mitteleuropa. Dass das so ist, weiß in den USA jeder, das konnte ich auf meinen Reisen dort feststellen. Ganz davon zu schweigen, dass Amerikaner inzwischen ganz genau wissen, wo unsere kleine Nation Ungarn liegt und für was sie steht.“

Die ungarische Parlamentswahl findet am 12. April statt. In Umfragen lag zuletzt die oppositionelle Tisza-Partei des Orbán-Rivalen Péter Magyar vorn. (DT/jra)

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