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Schüsse auf katholisches Internat in Nigeria

Der Schuldirektor konnte Todesopfer beim jüngsten Vorfall in einer Serie von Überfällen auf katholische Schulen im Land verhindern.
Einschussloch in einer Schultafel.
Foto: Symbolbild/insta: @fotos_kyiv | Ein Einschussloch in einer Schultafel. In Nigeria wächst nach einer Serie von Angriffen auf christliche Schulen die Angst vor weiteren Überfällen.

Die Serie von Überfällen auf katholische Schulen in Nigeria reißt nicht ab. Nur dem beherzten Eingreifen eines Schulleiters ist es zu verdanken, dass jüngst bei einem Angriff auf ein katholisches Internat die Schüler in Sicherheit gebracht werden konnten. Wie lokale Ansprechpartner dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ berichteten, ereignete sich der Vorfall in Makurdi, der Hauptstadt des Bundesstaats Benue im Südosten Nigerias. Bislang unbekannte Täter hätten das Feuer auf die „Father Angus Fraser Memorial High School“ eröffnet, während die Schüler in dem Gebäude schliefen.

Traumatisierte Schüler

Laut einem Sprecher der Diözese Makurdi habe der Schuldirektor ein Eindringen der Angreifer  verhindern können. Die Schüler seien durch den Überfall traumatisiert. Es herrsche Angst „vor weiteren Gräueltaten“. Das Internat sei deshalb vorläufig geschlossen. Der Überfall auf die katholische Schule sei, so die Diözese, eine neue Stufe der Gewalteskalation gegen Christen in der Region: „Es wurden bereits Gottesdienstbesucher, Landwirte und Bewohner von Dörfern angegriffen. Doch jetzt sind die Täter einen Schritt weitergegangen.“ Als Täter im Verdacht stehen Milizen aus der Ethnie der Fulani, ein mehrheitlich muslimisches Nomadenvolk. Seit Jahrzehnten kommt es in der Zentralregion Nigerias, dem sogenannten „Middle Belt“, zu Landkonflikten mit der lokalen Bevölkerung. Allerdings richtet sich die Gewalt oft auch gezielt gegen Christen. Extremistischen Fulani-Gruppen werden Kontakte zu lokalen oder internationalen Terrorgruppen nachgesagt.

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Der Sprecher der Diözese Makurdi forderte einen besseren Schutz für kirchliche Einrichtungen, sonst stünde die pastorale und karitative Arbeit vor dem Aus: „Wenn es keine Sicherheitsvorkehrungen gibt, um unsere Schulen zu schützen, dann müssen wir unsere Aktivitäten aussetzen.“ Man wisse nicht, welche Schule als nächstes Ziel eines Angriffs werden könnte.

In Nigeria greifen Terroristen und bewaffnete Banden häufig Schulen und akademische Einrichtungen an, um Schüler und Studenten und manchmal auch Lehrkräfte zu entführen. Nach Angaben des UNICEF-Vertreters in Nigeria, Cristian Munduate, wurden in den zehn Jahren seit der Entführung von 276 Schülerinnen in Chibok in der Nacht vom 14. auf den 15. April 2014 mehr als 1.680 Schüler und Schülerinnen bei verschiedenen Angriffen auf Schulen entführt. DT/chp

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