Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Christenverfolgung in Nigeria

Nigeria: EU-Parlament verurteilt Christenverfolgung

Dennoch spiele laut Europas katholischen Bischöfen die Resolution des Parlament die religiöse Dimension des Konflikts herunter.
Priester versuchen eine Menschenmenge nach einem Terrorangriff auf Gottesdienst-Besucher zu beruhigen.
Foto: - (EPA) | Priester versuchen eine Menschenmenge nach einem Terrorangriff auf Gottesdienst-Besucher zu beruhigen. Die EU hat die Christenverfolgung in Nigeria verurteilt - doch der EU-Bischofsverband wünscht sich eine stärkere ...

Die katholischen Bischöfe der EU-Staaten haben eine Resolution des EU-Parlaments begrüßt, die die Angriffe auf Christen in Nigeria verurteilt. Allerdings spiele der Text die religiöse Dimension des Konflikts herunter, erklärte der EU-Bischofsverband Comece. Hintergrund der Stellungnahme war eineEntschließung des Europäischen Parlaments vom 8. Februar 2024 „zu den jüngsten Anschlägen an Heiligabend im nigerianischen Bundesstaat Plateau“. Dabei wurden mindestens 200 Christen getötet.

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Die Angriffe an Heiligabend 2023 sind keine Einzelfälle. So töteten Kämpfer bei einem Anschlag im Januar 2024 mehr als 30 Menschen und zerstörten mehrere Häuser und Gotteshäuser. Darüber hinaus wurden über zwei Millionen Christen im Bundesstaat Benue aufgrund der Gewalt zu Vertriebenen. 

Nigeria muss Verbrechen ahnden

„Es darf nicht länger hingenommen werden, dass all diese Verbrechen nicht geahndet werden“, sagte der Priester Manuel Barrios Prieto,  Generalsekretär des EU-Bischofsverbands Comece.  „Die nigerianische Regierung hat die Verantwortung, ihre Bürger zu schützen, einschließlich der systematisch verfolgten christlichen Gemeinschaften.“ Die Bischöfe forderten  die Europäische Union dringend auf, „im Einklang mit ihrer Gesetzgebung energische Maßnahmen zu ergreifen und diplomatische Kanäle zu nutzen, um den Schutz aller Bürger in Nigeria zu gewährleisten“.  DT/chp

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