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Putin setzt Stalins Werk fort

Russlands Krieg ziele darauf, die Ukraine zu liquidieren, ihre Freiheit und Zukunft zu zerstören, so die griechisch-katholischen Bischöfe der Ukraine.
Holodomor-Museum in Kiew
Foto: IMAGO/Kaniuka Ruslan / Avalon (www.imago-images.de) | Der Holodomor vor 90 Jahren habe mehr als sieben Millionen Menschen das Leben gekostet und sei „eine der größten menschlichen Katastrophen in der gesamten Geschichte der Zivilisation“, so die Bischöfe.

Die griechisch-katholischen Bischöfe in der Ukraine vergleichen in einem aktuellen Hirtenbrief die russische Aggression gegen die Ukraine unter Wladimir Putin mit dem Genozid, den der sowjetische Tyrann Josef Stalin vor 90 Jahren in der Ukraine beging. Der Holodomor vor 90 Jahren habe mehr als sieben Millionen Menschen das Leben gekostet und sei „eine der größten menschlichen Katastrophen in der gesamten Geschichte der Zivilisation“.

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Wörtlich heißt es in dem Hirtenbrief der ukrainischen Bischöfe: „Der Völkermord an den Ukrainern durch das damalige totalitäre Regime war keine Abweichung von der historischen Tradition Moskaus. Im Gegenteil: Dieser Völkermord wurde zur blutigsten Verkörperung der jahrhundertealten Ideologie des russischen Imperialismus, der seit jeher vor Hass auf die Ukraine brennt.“ Und weiter: „Der unersättliche russische Imperialismus ist der Hauptschuldige am Holodomor, und er ist derselbe Feind der Menschheit wie der Nationalsozialismus, der Rassismus, der Faschismus und jeder andere Ausdruck des Hasses auf die Menschenrechte sowie auf die nationale, kulturelle und religiöse Identität.“

„Zynischer und völkermörderischer Krieg gegen die Ukraine“

Vor neun Jahrzehnten sei es „dem Imperium nicht gelungen, die Ukraine zu ermorden“, so die griechisch-katholischen Bischöfe. „Doch die Nachfahren der Attentäter haben beschlossen, getrieben von Bosheit, Neid und Hass, das zu vollenden, was ihren Vorgängern nicht gelungen ist.“

Russland „zynischer und völkermörderischer Krieg gegen die Ukraine“ verfolge heute dasselbe Ziel, das sich der Kreml einst mit dem Holodomor gesetzt habe, „nämlich das ukrainische Volk zu liquidieren, seine Freiheit und Zukunft zu zerstören“. Russland setze heute seine imperiale Strategie fort, die nicht nur die Ukraine, sondern die Welt bedrohe.  DT/sba

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