Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Politik

Österreich diskutiert über muslimischem Antisemitismus

Der Publizist Michael Ley behauptet bei einer Podiumsdiskussion, es gebe kaum Chancen, muslimischen Antisemitismus zu überwinden, weil der Koran als heilige Schrift nicht reformierbar sei. Auch Österreichs Vizekanzler Strache nahm daran teil.
Muslimischer Antisemitismus in Österreich
Foto: Daniel Reinhardt (dpa) | Berlin: Ein Hakenkreuz und ein durchgestrichener Davidstern sind an einer Gedenkstätte am Nordbahnhof in Berlin zu sehen.

In Österreich sorgt zurzeit das Buch „Tötet sie, wo ihr sie trefft. Islamischer Antisemitismus“ des Publizisten Michael Ley für Furore. Kürzlich wurde in Wien bei einer Podiumsveranstaltung vor mehr als 700 Interessierten darüber diskutiert. Die Podiumsdiskussion war zugleich das erste Event des neuen Thinktanks der Regierungspartei FPÖ, „Denkwerk Zukunftsreich“.

Islamischer Antisemitismus als "Querschnittsthema"

Auch der Österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache nahm an der Diskussionsrunde teil. Was das Thema „Islamischer Antisemitismus“ mit FPÖ-Chef Straches Ressort, dem Bundesministerium für Sport und öffentlichen Dienst, zu tun habe, wollte Rainer Nowak, Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, wissen.

Der Österreichische Vizekanzler argumentierte, dass es sich um ein Querschnittsthema handle, betonte die Notwendigkeit, jeglicher Art des Antisemitismus entschieden entgegenzutreten und unterstrich die Zunahme des islamischen Antisemitismus. Unter Hinweis auf die Terroranschläge der letzten Jahre zitierte Strache Heinrich Lummer: „Es ist nicht jeder Moslem ein Terrorist, aber fast jeder Terrorist in der letzten Zeit ein Moslem.“

Laut Studien seien 69 Prozent aller Muslime antisemitisch, so Ley

Der Autor Michael Ley ging von Studien aus, wonach 69 Prozent aller Muslime antisemitisch seien und 79 Prozent den Satz „man kann Juden nicht glauben“ bejahten. Muslimischer Antisemitismus sollte jahrelang „nicht behandelt werden“, weil er der Ideologie des Multikulturalismus widerspreche, so Ley.

Dem Autor zufolge gibt es kaum Chancen, diesen Antisemitismus zu überwinden, weil der Koran als heilige Schrift nicht reformierbar und andererseits der säkulare Messianismus des Islam mit der Notwendigkeit der Vernichtung des Judentums gekoppelt sei: „Europa steht die Islamisierung und die Endlösung des Judentums bevor.“

DT

An der Podiumsdiskussion nahm auch der deutsche Publizist Hendryk M. Broder teil. Wie er sich zu muslimischem Antisemitismus positionierte, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 21. Februar.

Themen & Autoren
Antisemitismus Heinrich Lummer Heinz-Christian Strache Islamisierung

Weitere Artikel

Fastenzeit, wie, was? Die Konfrontation mit dem Ramadan kann für Nichtmuslime zum Anlass werden, die eigenen christlichen Wurzeln kennenzulernen.
18.02.2026, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch
Ein Gespräch über die Situation der syrischen Christen mit Pater Fadi Azar OFM.
14.02.2026, 07 Uhr
Esther von Krosigk
Die CDU-Politikerin Anne König hat ihren Vorsitz in der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands aufgegeben. Ein Interview über NGO-Förderung und Politik in Laienverbänden.
30.03.2026, 18 Uhr
Henry C. Brinker

Kirche

Wohl auch eine ganz konkrete Anspielung: Papst Leo predigt am Palmsonntag über Gott, der den Krieg ablehnt. Eine Änderung der katholischen Lehre ist damit nicht verbunden.
31.03.2026, 15 Uhr
Maximilian Welticke
Die dazugewonnene Zeit bietet mehr für Freizeit, Familie, Freunde und Engagement – aber vor allem auch für Gott. Ein Erfahrungsbericht.
01.04.2026, 07 Uhr
Jonathan Prorok