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Nigeria: Zweiter Priester binnen weniger Tage entführt

Entführungen gegen Lösegeld sind im ganzen Land ein weit verbreitetes Verbrechen.
Gewalt gegen Christen nimmt in Nigeria
Foto: IMAGO/Alexander Ryumin (www.imago-images.de) | Die Gewalt gegen Christen nimmt in Nigeria weiter zu.

In Nigeria ist wieder ein katholischer Priester entführt worden. Wie Bischof Stephen Dami Mamza von der Diözese Yola im Bundesstaat Adamawa laut dem römischen Nachrichtendienst „Fides“ bekanntgab, wurde Pfarrer Oliver Buba am 21. Mai gegen 1 Uhr nachts aus dem Speisesaal des Pfarrhauses der Pfarrei St. Rita entführt. Am 15. Mai war mit Pfarrer Basil Gbuzuo ein weiterer Priester gekidnappt worden, und zwar im Bundesstaat Anambra.

Anfang Mai 24 Studenten entführt

Der Bundesstaat Adamawa liegt im Nordosten Nigerias, der Bundesstaat Anambra, im Süden und in der Mitte Nigerias, nicht weit von der Bundeshauptstadt Abuja entfernt. Somit wird deutlich, dass Entführungen gegen Lösegeld in der gesamten nigerianischen Föderation ein weit verbreitetes Verbrechen sind – einschließlich Massenentführungen, insbesondere von Schülern und Studierenden.

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Erst am 9. Mai waren in Osara im Bundesstaat Kogi Bewaffnete in einen Hörsaal der dortigen Technischen Universität eingedrungen und hatten 24 Studierenden entführt. 15 von ihnen wurden laut Polizeiangaben nach einem heftigen Kampf mit Sicherheitskräften von der Bande wieder freigelassen, neun befanden sich am Donnerstag noch immer in der Hand der Entführer.  DT/chp

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