Am 18. April findet der sechste Münchner Marsch fürs Leben statt. Die Kundgebung beginnt um 13 Uhr auf dem Königsplatz im Zentrum der Stadt. Die Route beträgt vier Kilometer, wird aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben und endet um 15.45 Uhr wieder auf dem Königsplatz. Man rechne mit „vielen Informationsständen von Lebensschutzorganisationen“ und einer hohen Teilnehmerzahl, äußerte sich der Organisator „Stimme der Stillen e. V.“ in seiner Pressemitteilung. 2024 und 2025 kamen jeweils rund 6.000 Demonstranten. Der Marsch verstehe sich „bewusst auch als friedliches und fröhliches Fest für das Leben“. Es sei „eine der größten Lebensschutz-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum“.
„Wir geben denen eine Stimme, die noch keine oder keine mehr haben“, erklärte Organisatorin Silja Fichtner. „Deutschland braucht nicht mehr Abtreibungskliniken, sondern mehr Unterstützung für junge Familien und insbesondere für Frauen während der Schwangerschaft.“
Grußwörter sandten Kardinal Rainer Woelki, Bischof Stefan Oster SDB und Nicola Eterović, der Apostolische Nuntius in Deutschland. Er danke „allen sehr für Ihren offensichtlichen Einsatz für den unbedingten Schutz des menschlichen Lebens“ und uns sei „der dringende Auftrag und die unumstößliche Verpflichtung aufgegeben, das menschliche Leben in all seinen Stadien, Umständen und Situationen zu schützen“, äußerte sich Oster. Die Entscheidung für das Leben könne herausfordernd sein – aber nie alternativlos. Es sei die Aufgabe aller, Bedingungen zu schaffen, in denen Schwangeren, Familien und allen, die Unterstützung brauchen, wirksam geholfen wird, appellierte Kardinal Woelki.
100.000 Abtreibungen im Jahr
Redner der Kundgebung sind die nigerianische Biomedizinerin und Lebensrechtsaktivistin Obianuju Ekeocha sowie der Publizist Mathias von Gersdorff. Ekeocha sprach bereits unter anderem im Weißen Haus und im Europäischen Parlament. Sie setzt sich gegen die Förderung von Abtreibung durch internationale Organisationen in Afrika ein. Von Gersdorff engagiert sich öffentlich für eine Stärkung von Familien und Elternrechten.
In Deutschland werden im Jahr mehr als 100.000 Kinder abgetrieben. Von 1996 bis 2023 waren das zusammen ungefähr 1,8 Millionen. Das wachsende Interesse am Marsch für das Leben sei laut Veranstalter konkret durch Folgendes gesteigert: die Debatten um eine mögliche Streichung des Paragraphen 218 aus dem Strafgesetzbuch und die kürzlich beschlossene Finanzierung grenzüberschreitender Abtreibung durch den europäischen Sozialfonds.
Weitere Informationen und die Grußwörter in voller Länge unter marschfuersleben.de. DT/elih
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