Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung

Mike Pence: US-Jerusalempolitik wird Frieden voranbringen

Bei einem Treffen mit Israels Präsident Reuven Rivlin erklärte der US-Vizepräsident, dass die Jerusalempolitik Donald Trumps zur Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern führen könnte.
US-Vizepräsident Pence besucht Klagemauer in Jerusalem
Foto: Ilia Yefimovich (dpa) | US-Vizepräsident Mike Pence besucht zum Abschluss seines Israels-Besuchs am 23.01.2018 die Klagemauer in Jerusalem.

US-Vizepräsident Mike Pence hat die Hoffnung geäußert, dass die von US-Präsident Donald Trump eingeschlagene Jerusalempolitik den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern voranbringen könnte. Die Jerusalemerklärung Trumps sei das deutlichste Zeichen für Amerikas Bekenntnis zu Israel, erklärte Pence laut israelischen Medienberichten am Dienstag bei einem Treffen mit Israels Präsident Reuven Rivlin in dessen Jerusalemer Residenz. Rivlin äußerte Bedauern darüber, dass es gegenwärtig kein Vertrauen zwischen Israelis und Palästinensern gebe. Es sei das Schicksal beider Völker zusammenzuleben, deshalb müsse Israel trotz der jüngsten harschen Aussagen des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas weiter versuchen, das Vertrauen zwischen beiden Völkern aufzubauen, so Rivlin weiter. Die im Dezember von Trump ausgesprochene Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels bezeichnete er anlässlich des siebzigsten Jahrestags der Staatsgründung Israels als Geschenk.

Nach dem Treffen mit Rivlin besuchte Pence die Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Jad Vashem, wo er einen Kranz niederlegte. Abschließend stand ein privater Besuch an der Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt auf dem Programm. Die palästinensische Fatah hat unterdessen laut Medienberichten für Dienstag zu einem Generalstreik und Demonstrationen gegen den Besuch des US-Vizepräsidenten aufgerufen. Dies sei der Beginn eines friedlichen Kampfes gegen die US-Jerusalementscheidung.

DT/KNA

Themen & Autoren
Donald Trump Mahmud Abbas Mike Pence Reuven Rivlin

Weitere Artikel

Die Höhe der Strafe für den regimekritischen katholischen Hongkonger Medienunternehmer steht noch nicht fest.
23.01.2026, 09 Uhr
Michael Leh

Kirche

Peter Kohlgraf ist „gerne Bischof von Mainz“, könnte sich aber wohl auch den DBK-Vorsitz vorstellen. Zumindest geizt er vor der Wahl nicht mit geschickten Positionsbestimmungen.
13.02.2026, 15 Uhr
Jakob Ranke
Nach Treffen zwischen Fernández und Pagliarani lässt der Vatikan verlauten: Bischofsweihen würden ins Schisma führen. Stattdessen soll ein Dialog theologische Differenzen klären.
12.02.2026, 15 Uhr
Guido Horst
Die Gebote sollen keine Überforderung sein, sondern ein Hilfe für die Christen, ihre eigene Berufung zu leben. Christsein ist schließlich kein Moralismus.
14.02.2026, 21 Uhr
Martin Grichting