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Linken-Abgeordnete: „Sind keine antireligiöse Partei“

Jeder Mensch muss als Individuum mit seinen religiösen und weltanschaulichen Bedürfnissen ernstgenommen werden, meint Christine Buchholz, religionspolitische Sprecherin der Linkspartei.
Christine Buchholz (Die Linke) spricht 17.05.2017 im Bundestag
Foto: Michael Kappeler (dpa) | Christine Buchholz (Die Linke) spricht 17.05.2017 im Bundestag in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Jeder Mensch muss als Individuum mit seinen religiösen und weltanschaulichen Bedürfnissen ernstgenommen werden. Diese Ansicht vertritt Christine Buchholz, religionspolitische Sprecherin der Linkspartei. Im Gespräch mit der „Tagespost“ erklärt sie, dass sich die Linke aus verschiedenen politischen Traditionen speise. „Die Linke ist traditionell nicht religiös, wobei mir wichtig ist zu sagen: Wir sind keine antireligiöse Partei.“ Es komme auch unter den Parteimitgliedern immer wieder zu Diskussionen. Als Beispiel nennt Buchholz das Thema Religionsunterricht. „Wir sind langfristig für einen lebens- und religionskundlichen Unterricht für alle“, betont die 47-jährige Bundestagsabgeordnete. Solange der Religionsunterricht besteht, müssten jedoch alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften die Möglichkeit haben, ihn anzubieten.

Grundsätzlich stellt sich für Buchholz die Frage: „Betone ich gegenüber religiösen Menschen das Trennende oder sehe ich Menschen mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen als Partnerinnen und Partner, zum Beispiel in der Solidarität mit Flüchtlingen oder für Abrüstung.“ Buchholz äußert sich auch zur Diskussion über einen zunehmenden Antisemitismus in Deutschland. In der Öffentlichkeit stellt die Linken-Politikerin „eine Art Entlastungsdebattte“ fest, in der Antisemitismus vor allem als ein Problem von Muslimen und Geflüchteten gesehen werde. „Antisemitismus ist in Deutschland jedoch hauptsächlich rechts verortet und nicht eingewandert“, hält Buchholz dagegen. Antisemitismus wie auch Islamfeindlichkeit müssten entschieden zurückgewiesen werden.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 12. Juli.
DT

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