Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Papst Leo XIV.

„Lasst uns das menschliche Leben jederzeit verteidigen“

Immer mehr Details über das bisherige Wirken Leo XIV. werden bekannt. Auch für den Lebensschutz hat sich der neue Papst in der Vergangenheit eingesetzt.
Papst Leo XIV., 11. Mai 2025
Foto: IMAGO/Maria Grazia Picciarella (www.imago-images.de) | Die Umrisse werden immer klarer: Papst Leo XIV. am Sonntag auf dem Balkon des Petersdoms.

Als Bischof hat der Papst Leo XIV. in sozialen Medien mehrfach Sympathien für die Lebensschutzbewegung bekundet und das Recht auf Leben eines jeden Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod verteidigt. Das berichtet die „New York Post“ über den neuen Pontifex, über dessen Vergangenheit nun immer mehr Details bekannt werden.

Lesen Sie auch:

Demnach postete der US-Amerikaner Robert Francis Prevost 2015 als Bischof von Chiclayo (Peru) beispielsweise auf seinem Twitter-Account, heute X, ein Foto von der „March for Life“-Kundgebung in Chiclayo und schrieb dazu: „Lasst uns das menschliche Leben jederzeit verteidigen!“ 2017 retweetete Prevost einen Artikel der „Catholic News Agency“ über den New Yorker Erzbischof Timothy Kardinal Dolan, der Abtreibung bei einer Messe im Vorfeld der „March for Life“-Kundgebung in Washington, D.C. verurteilte. In seiner Predigt forderte Dolan die Katholiken auf, „den Glauben zurückzugewinnen, dass der Mutterleib das Urheiligtum ist, in dem ein hilfloses, unschuldiges, zerbrechliches, winziges Baby sicher, genährt und geschützt ist“.

Gegen Euthanasie und Todesstrafe

Auch teilte er ein Bild, bei dem das Wort „Abortion“ (dt.: Abtreibung) durch die Korrektur zweier Buchstaben in „Adoption“ verändert wurde. Im Begleittext war zu lesen: „Es gibt immer eine bessere Lösung als die Gewalt…“ Ebenso habe sich Prevost als Gegner der Euthanasie und der Todesstrafe gezeigt. So schrieb er 2015 auf Twitter „Es ist an der Zeit, die Todesstrafe zu beenden.“ 2016 veröffentlichte Prevost einen Artikel der katholischen Nachrichtenagentur, in dem Bürger Belgiens, wo die Euthanasie seit 2001 legal ist, die Kanadier aufforderten, keine Gesetze zu unterstützen, die assistierte Suizide erlauben würden.

„Geh nicht dorthin! – Belgier flehen Kanada an, das Sterbehilfegesetz #Prolife nicht zu verabschieden“, heiße es in dem Tweet, den Prevost geteilt hat. In dem Beitrag argumentierten belgische Ärzte, Anwälte und Familienmitglieder, deren Angehörige euthanasiert wurden, dass assistierter Suizid die Schwächsten in der Gesellschaft bedrohe und die Arzt-Patient-Beziehung zerstöre. (DT/reh)

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Catholic News Agency (CNA) Der neue Papst: Leo XIV. Erzbischöfe Kardinäle Katholikinnen und Katholiken Leo XIV. Päpste Sterbehilfe

Weitere Artikel

Die Piusbrüder haben eine unerlaubte Bischofsweihe angekündigt. Der Vatikan teilte mit, dass der Dialog mit der Bruderschaft fortgesetzt werden soll. Der Kölner Offizial Peter Fabritz ordnet ein.
05.02.2026, 15 Uhr
Regina Einig

Kirche

Kulturkampf, neue Republik, NS-Regime und zwei Weltkriege: Die Vorsitzenden der Bischofskonferenz zwischen 1871 und 1945 standen vor schweren Herausforderungen.
23.02.2026, 17 Uhr
Christoph Münch
Was die Forderungen des Synodalen Wegs betreffe, folge er auch seinen Überzeugung, so der scheidende DBK-Vorsitzende. Zur AfD erklärt er: An deren Wahlständen werde ihm angst und bange.
23.02.2026, 16 Uhr
Meldung
Der lange Schatten der Würzburger Synode: Warum der Synodale Weg weder originell noch aussichtsreich war – eine Nachlese.
22.02.2026, 17 Uhr
Martin Grichting