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Künftige Präsidentin von Honduras für Abtreibung und „Homo-Ehe“

Die Linkspolitikerin Xiomara Castro de Zelaya wird wohl neue Präsidentin von Honduras. Linksautoritär geführte Länder gratulieren bereits.
Oppositionskandidatin bei Präsidentenwahl in Honduras in Führung
Foto: Délmer Membreño (dpa) | Xiomara Castro de Zelaya (M), Präsidentschaftskandidatin der politischen Partei Libertad y Refundación in Honduras, feiert mit Mitgliedern der Opposition in Tegucigalpa, Honduras, nach den Wahlen.

Bei der Präsidentschaftswahl in Honduras zeichnet sich ein Sieg von Xiomara Castro de Zelaya von der Partei „Freiheit und Neugründung“ („Libertad y Refundación“, LIBRE) ab. Bei der Wahl am vergangenen Sonntag soll die als Mitte-links eingestufte Partei mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten haben.

Freiheit, über den Körper zu entscheiden

Am Dienstagmorgen dauerte die Stimmenauszählung noch an. Laut der aus Argentinien stammende Onlinezeitung „Infobae“ haben die Vereinigten Staaten um „Ruhe und Geduld“ bei der Auszählung gebeten. Auf einer Pressekonferenz erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Jalina Porter, dass die USA die Ergebnisse der Wahlen in Honduras aufmerksam verfolgen.

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Xiomara Castro de Zelaya äußerte 2017 ihre Meinung zur Abtreibungsgesetzgebung: „Wir Frauen sollen die Freiheit besitzen, über unseren Körper zu entscheiden“. Laut der honduranischen Onlineplattform „proceso.hn“ befürwortete Castro ebenfalls die „Homo-Ehe“ bei einer Umfrage unter den Präsidentschaftskandidaten im Vorfeld der Wahl. Beides stünde allerdings im Gegensatz zu den Ansichten in der Bevölkerung: mehr als 58 Prozent sind gegen Abtreibung, gut 57 Prozent gegen die „Homo-Ehe“.

Nach der Auszählung von gut 50 Prozent der abgegebenen Stimmen durch den Nationalen Wahlrat von Honduras (CNE) führt Xiomara Castro de Zelaya mit 53,61Prozent, gefolgt von der „Nationalen Partei“ von Nasry „Tito“ Asfura mit 33.85 Prozent. 

Kuba, Venezuela und Nicaragua gratulieren

Zu den ersten, die Castro de Zelaya gratulierten, gehörten die Präsidenten von Kuba, Venezuela und Nicaragua, drei der linksautoritären Führer in Lateinamerika. Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega unterstützte Castros Ehemann Manuel Zelaya, der im Juni 2009 als Präsident des mittelamerikanischen Landes vom Militär abgesetzt wurde, weil er eine gesetzwidrige Verfassungsänderung anstrebte.

Der Honduranische Verband der Privatunternehmen (Cohep) gratulierte ebenfalls Xiomara Castro zu ihrem Wahlsieg. Er forderte die künftige Präsidentin des Landes und ihre Partei auf, gemeinsam an einer „wirtschaftlichen Wiederbelebung zu arbeiten, die menschenwürdige Arbeitsplätze schafft“.

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