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Kongress Freude am Glauben weist Vorwurf des Rechtspopulismus zurück

Essener Generalvikar Pfeffer hatte eine Resolution des Kongresses zuvor scharf kritisiert.
Kongress Freude am Glauben
Foto: huGO | Kongress Freude am Glauben weist Vorwurf des Rechtspopulismus zurück.

Der vom Forum Deutscher Katholiken veranstaltete Kongress Freude am Glauben hat Kritik zurückgewiesen, er missbrauche den christlichen Glauben für rechtspopulistische Positionen. Die auf dem Kongress in Ingolstadt Mitte Juni verabschiedete Resolution „Gefährdung der Rechtsstaatlichkeit und unserer Freiheit“ war vom Essener Generalvikar Klaus Pfeffer kürzlich entsprechend kritisiert worden.

Demokratie lebt von Meinungsfreiheit

Werner Münch, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Schirmherr des Kongresses, sagte dazu am Dienstag gegenüber der „Tagespost“: „In der angesprochenen Resolution auf der Grundlage meines Vortrages "Demokratie lebt vor allem von Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit" hat sich die eine sehr große Mehrheit der Kongress-Teilnehmer gegen "Ehe für alle, Gender Mainstreaming, Sprachdiktate durch political correctness, sexuelle Vielfalt, Vernachlässigung des Lebensschutzes, einseitige Darstellungen in der veröffentlichten Meinung und Rechtsbrüche in der Flüchtlingsfrage" ausgesprochen.“ In diesem Vortrag, so Münch weiter, habe er die Werte des Grundgesetzes verteidigt. „Wenn diese Werte von Repräsentanten unserer Kirche nicht mehr akzeptiert werden, dann hat die Kirche ein Problem. Mit dem Vorwurf von Generalvikar Pfeffer, wir hätten damit den "katholischen Glauben für puren Rechtspopulismus missbraucht", hat er lediglich ein bekanntes Stereotyp ohne jegliche inhaltliche Begründung benutzt. Diese Art der öffentlichen Verurteilung ist für uns nicht neu“, so Münch.

Das Evangelium wieder zum Leuchten bringen

Generalvikar Pfeffer hatte auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund erklärt, dass es nicht zugelassen werden dürfe, dass Evangelium und christlicher Glaube für puren Rechtspopulismus missbraucht würden. „All diesen wirren Thesen wird schließlich ein frommer Anstrich verpasst: Man wolle das Evangelium wieder zum Leuchten bringen und Gott neu in den Mittelpunkt stellen.“

DT/om (jobo)

Den Seite-Eins-Beitrag zum Thema aus der Feder von Chefredakteur Oliver Maksan lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 27. Juni 2019.

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Oliver Maksan Christentum Christliche Glaubensrichtungen Demokratie Evangelischer Kirchentag Evangelium Generalvikar Katholikinnen und Katholiken Kirchentage Klaus Pfeffer Meinungsfreiheit Werner Münch

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