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Karl Marx nicht ehren

Der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft erklärt in einem Gastbeitrag für die „Tagespost“ warum die Lobeshymnen auf Karl Marx, die von mancher Seite zu vernehmen sind, nicht gerechtfertigt seien.
Fest in der Innenstadt zum 200. Geburtstag von Karl Marx
Foto: Jan Woitas (dpa-Zentralbild) | ARCHIV - 24.04.2018 Sachsen, Chemnitz: Das Marx-Monument ist mit 7,10 Meter Höhe und etwa 40 Tonnen Gewicht die zweitgrößte Porträtbüste der Welt. Chemnitz hieß 37 Jahre lang Karl-Marx-Stadt.

Wenn es nach Dieter Dombrowski geht, sollte man Karl Marx nicht ehren. In einem Gastbeitrag für die „Tagespost“ meint der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, dass Marx keinesfalls der „einzige und geniale Übervater“ gewesen sei, der maßgeblich zu sozialen Reformen im Deutschland des ausgehenden 19. Jahrhunderts beigetragen habe.

Schon 1871, so Dombrowski, habe man Marx entgegengehalten, dass sein Diktatur der Arbeiterklasse genauso fatal wäre wie die Herrschaft der Kapitalisten. „Es war gut, dass damals niemand auf ihn gehört hat, denn überall, wo später seine Rezepte befolgt wurden, ging es nicht nur der ,Arbeiterklasse', sondern ganzen Völkerschaften schlechter als zuvor“, schreibt Dombrowski, der auch Mitglied der Brandenburger CDU-Landtagsfraktion und Vizepräsident des Brandenburger Landtages ist. Das Kapital sei zwar ein „wildes Tier“. Um das zu verstehen, brauche es Karl Marx jedoch nicht. Dombrowski betont vielmehr, dass Demokratie, eine unabhängige Presse und Rechtssprechung sowie Parlamente und freie Wahlen in der Lage seien, das „wilde Tier“ des Kapitalismus zu zähmen. „Und genau diese Instrumente wollte Marx abschaffen.“ DT

Den ausführlichen Gastbeitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 09. Mai.

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Demokratie Dieter Dombrowski Karl Marx Kommunismus

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