Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Lebensrecht

Kaminski: Es gibt kein Recht auf die Tötung eines wehrlosen und unschuldigen Menschen

ALfA kritisiert Forderungen des Deutschen Juristinnenbundes nach weitgehender Liberalisierung des Abtreibungsverbots.
Kind in der 25. Schwangerschaftswoche
Foto: Science Photo Library (imago stock&people) | Deutscher Juristinnenbund will Mitarbeiter in Heilberufen zum Töten von Kindern zwingen. Im Bild: Ein Kind in der 25. Schwangerschaftswoche.

Scharfe Kritik am Positionspapier „Neues Regelungsmodell für den Schwangerschaftsabbruch“ des Deutschen Juristinnenbundes hat die Vorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski, geäußert. In einer Pressemeldung der Aktion nannte Kaminski von einer moralischen Bankrotterklärung und einer intellektuellen Zumutung. Kaminski wörtlich: „Es gibt kein Recht auf die Tötung eines wehrlosen und unschuldigen Menschen.“ Strafbar sollen nach Ansicht des Juristinnenbundes künftig nur noch Abtreibungen sein, die gegen den Willen der betroffenen Frau durchgeführt werden.

Alle übrigen sollen ohne jede Indikation bis zur 25. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können. Das bedeute, so Kaminski, eine Verdopplung der Frist für die derzeit nach der Beratungsregelung durchgeführten Abtreibungen und beträfe folglich regelmäßig auch vollständig entwickelte Kinder, von denen einige auch bereits außerhalb des Mutterleibes überlebensfähig wären.

Lesen Sie auch:
Lesen Sie auch:

Zum Töten gezwungen

Ferner kritisierte die Vorsitzende der AlfA die von den Juristinnen vorgeschlagenen Sanktionen. So sollen Krankenhäuser, die sich weigern, Abtreibungen anzubieten, hierzu gesetzlich verpflichtet und bei Beharren aus dem Landeskrankenhausplan entlassen werden. Des Weiteren soll den Juristinnen zu folge die Bereitschaft, Tötungshandlungen an wehrlosen und unschuldigen Mitpatienten vorzunehmen, soll zur Einstellungsvoraussetzung für medizinisches Personal gemacht werden. 

Verantwortungslosigkeit als Prinzip

Dagegen betont Kaminski: „Nur der Schutz des Rechts auf Leben ermöglicht Personen die Ausübung anderer Rechte.“ Das gelte auch für das Recht auf Selbstbestimmung, das überdies nicht erst geltend gemacht werden könne, wenn ein Schwangerschaftstest anders als erhofft ausfalle. Es sei daher absurd, so Kaminski, wenn der Deutsche Juristinnenbund behaupte, die vom Bundesverfassungsgericht entwickelte „Pflicht zur Austragung“ eines ungeborenen Kindes messe dem (reproduktiven) Selbstbestimmungsrecht der „schwangeren Person“ keinen echten Stellenwert bei.

Der Deutsche Juristinnenbund, kritisiert die Vorsitzende der Lebensrechtsbewegung, scheine sich „schwangere Personen“ als Wesen vorzustellen, die bar jeder Verantwortung für die manifesten Folgen des eigenen Handelns grenzenlose Ansprüche an Staat und Gesellschaft zu stellen berechtigt seien. Da dränge sich der Gedanke, das irgendwas bei der Erziehung dieser Juristinnen falsch gelaufen sein müsse, geradezu von selbst auf, schließt die Pressemeldung Aktion Lebensrecht für Alle. DT/pwi

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. Lebensrechtsbewegung Lebensschutz

Weitere Artikel

Der US-Bundesstaat Massachusetts senkt die Hürden für Spätabtreibungen. Lebensschützer sprechen von einer faktischen Freigabe bis zur Geburt.
12.08.2026, 18 Uhr
José García

Kirche

Mission, Synodalität und Kölner Hochschule: Der Kölner Kardinal Rainer Woelki zieht anlässlich seines 70. Geburtstags eine Zwischenbilanz und erhofft sich weitere Klärungen von Rom.
17.08.2026, 14 Uhr
Regina Einig
Schneller, höher, weiter: Wie das Forum Altötting der Gemeinschaft Emmanuel Menschen dabei hilft, den Schalter im Alltag umzulegen und Gott neu zu entdecken.
15.08.2026, 17 Uhr
Esther von Krosigk
Die Kirche auf Sri Lanka lässt nicht locker, die Aufklärung der mörderischen Osteranschläge von 2019 zu fordern.
15.08.2026, 11 Uhr
Stephan Baier
Vorbild heidnische Kanaanäerin: entscheidend ist ein existenziell gelebter Glaube an den Messias. Damit wird klar: Der Glaube ist die „demokratischste“ Sache der Welt.
15.08.2026, 21 Uhr
Andrzej Kucinski