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„Heute sind wir von Luftangriffen aufgewacht“

Die „Tagespost“ telefonierte mit Charbel Lteif, der bei Beirut lebt. Panik hat der erfolgreiche Influencer nicht – er vertraut auf Gott.
Charbel und Giovanni Lteif aus dem Libanon
Foto: privat | Charbel (links) und sein Zwillingsbruder Giovanni gehören zu den bekanntesten christlichen Influencern des Nahen Ostens. Ihnen folgen auf Instagram fast 800.000 Menschen.

„Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben neue Stellungen im Südlibanon eingenommen“, meldete das „Handelsblatt“ am Dienstagmorgen. Die Truppen würden in dem Grenzgebiet durch Angriffe auf die Infrastruktur der Hisbollah eine zusätzliche Sicherheitsebene für die Bewohner des Nordens schaffen. Bedrohungen und mögliche Infiltrationsversuche nach Israel versuche man zu verhindern, so der neueste Nachrichtenstand.

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Was im Westen die Nachrichtensender schwemmt, ist für Charbel Lteif harte Realität. Er lebt in Keserwan, etwa 30 Minuten nördlich von Beirut. Er und sein Bruder Giovanni sind christliche Influencer; mit die bekanntesten im Nahen Osten. Der 21-Jährige betont im Gespräch mit der „Tagespost“, er habe keine Angst. Derzeit befinde er sich in einer sicheren Gegend, da sich die meisten Angriffe auf bestimmte Regionen konzentrieren – zumindest vorerst. Die Lage sei weiterhin ungewiss und könne sich jederzeit ändern.

Die Bevölkerung hat Angst

Im Moment würde er es vermeiden, innerhalb des Libanon zu reisen, nach Beirut und in den Süden. „Es gibt Dinge, die besorgniserregend sind“, sagt er in fließendem Englisch. „Aber unser Glaube hilft uns, stark zu bleiben. Ich glaube, dass Gott mit uns ist, egal was passiert. Die Menschen sind müde und wollen in Frieden leben. Heute sind wir mit dem Lärm von Luftangriffen aufgewacht, Schulen mussten schließen und unter den Bürgern breitete sich Panik aus. Viele Menschen aus den betroffenen Gebieten ziehen an Orte, die als sicherer gelten. Die Regierung versucht, die Lage unter Kontrolle zu bringen und die Nachrichten sind weiterhin voller Live-Updates.“

Derzeit gibt es keinen Mangel an Lebensmitteln oder Treibstoff; die grundlegenden Dienstleistungen funktionieren weiterhin normal. Einige befürchten, dass es zu weiteren Krisen kommen könnte, wenn die Situation so bleibt. „Wir haben schon früher schwierige Zeiten durchlebt, insbesondere die Generation unserer Eltern“, fügt er hinzu. „Ich hoffe, dass die Lage sich nicht weiter zuspitzt und wir bitten darum, für die Menschen zu beten.“ DT/elih

Einen umfassenden Einblick in Geschichte, Kultur und aktuelle Entwicklungen des östlichen Christentums sowie den Libanon bietet Charbels Instagram-Account @eastern_christians !

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