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Harris liegt bei katholischen Wählern vor Trump

Die Unterstützung von Frauen und Latinos verschafft der Vizepräsidentin in einer Umfrage einen deutlichen Vorsprung vor dem Republikaner – auch unter lehramtstreuen Katholiken.
Kamala Harris ist derzeit auch unter Katholiken die bevorzugte Kandidatin
Foto: IMAGO/Richard Burkhart (www.imago-images.de) | 48 Prozent der Wähler, die von sich in der Umfrage behaupteten, „die gesamte Lehre der Kirche“ zu akzeptieren und dies auch in ihrer Lebensweise erkennen zu lassen, würden aktuell Kamala Harris wählen.

US-Katholiken gelten in ihrem Wahlverhalten als gespalten, stimmten in den vergangenen beiden Präsidentschaftswahlen jedoch mehrheitlich für Donald Trump. Einer jüngsten Umfrage zufolge, die gemeinsam von EWTN News und RealClear Opinion Research durchgeführt wurde, könnte sich dies 2024 ändern.

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Denn die Erhebung sieht die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris in der Präferenz katholischer Wähler vor dem Republikaner Trump. 50 Prozent würden zum aktuellen Zeitpunkt Harris wählen, 43 Prozent Trump. Sechs Prozent haben sich der Ende August durchgeführten Umfrage zufolge noch nicht entschieden.

Bei Katholikinnen führt Harris mit 56 zu 37 Prozent

Berücksichtigt man die Tendenz der bislang unentschlossenen Wähler, wächst Harris‘ Vorsprung sogar: 53,5 Prozent würden sie dann insgesamt unterstützen, 45,4 Prozent Trump. Harris‘ positives Abschneiden unter Katholiken ist maßgeblich auf zwei Untergruppen zurückzuführen: Frauen und Latinos. Bei Katholikinnen führt Harris mit 56 zu 37 Prozent vor Trump, bei Latinos sogar mit 60 zu 30 Prozent. Männliche Katholiken würden dagegen mit 49 zu 43 Prozent mehrheitlich für Trump stimmen.

Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Umfrage: Einzig katholische Wähler, die nach eigenen Angaben täglich die heilige Messe besuchen, unterstützen mit deutlicher Mehrheit Donald Trump (55 zu 30 Prozent). Bei allen anderen ist Harris die bevorzugte Kandidatin, auch bei Katholiken, die mehr als einmal wöchentlich die heilige Messe besuchen. Selbst 48 Prozent der Wähler, die von sich in der Umfrage behaupteten, „die gesamte Lehre der Kirche“ zu akzeptieren und dies auch in ihrer Lebensweise erkennen zu lassen, würden aktuell Kamala Harris wählen. Dasselbe gilt für 49 Prozent der Katholiken, die an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie glauben sowie 56 Prozent derjenigen, die mindestens einmal im Monat zur Beichte gehen. Dies ist durchaus überraschend, da bislang lehramtstreue Katholiken bei den Wahlen mehrheitlich Trump unterstützten.

Abtreibungsfrage spielt für Katholiken nur eine Nebenrolle

Die Umfrage wurde zwischen dem 28. und 30. August unter 1.000 Katholiken durchgeführt und weist eine Fehlermarge von drei Prozent auf. Das tatsächliche Abstimmungsverhalten der Katholiken bei der Wahl am 5. November könnte also durchaus von den Ergebnissen der Erhebung abweichen – insbesondere auch, da in der entscheidenden Phase des Wahlkampfs noch einige wichtige Wegmarken anstehen, beispielsweise die TV-Debatte zwischen Trump und Harris am Dienstagabend.  

Die Abtreibungsfrage, die gemeinhin als eines der wahlentscheidenden Themen gilt, vor allem für gläubige Wähler, spielt für Katholiken offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Der EWTN-Umfrage zufolge gaben nur 9,6 Prozent der Befragten Abtreibung als wichtigstes Thema für die Stimmabgabe im November an. Mit 51,3 Prozent nannte hier eine deutliche Mehrheit das Thema „Wirtschaft“. Die Sicherung der Außengrenzen nannten 13,1 Prozent als wichtiges Thema.  DT/mlu

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