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Große Mehrheit: Flut in Libyen zeigt, dass Klimawandel außer Kontrolle ist

62 Prozent der Deutschen sehen in der Flutkatastrophe in Libyen ein Zeichen für die Drastik des Klimawandels, so eine aktuelle Umfrage.
Flutkatastrophe in Libyen
Foto: IMAGO/The eastern-based government of Libya/Handout \ APAimages (www.imago-images.de) | Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Die Flutkatastrophe in Libyen zeigt einmal mehr, dass der Klimawandel außer Kontrolle gerät.“

Mehr als sechs von zehn Deutschen – insgesamt 62 Prozent – sind der Ansicht, dass die Flutkatastrophe in Libyen einmal mehr aufzeigt, dass der Klimawandel außer Kontrolle geraten ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Gleichzeitig lehnen 21 Prozent diese Ansicht ab. 15 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen; weitere zwei Prozent wollen dazu keine Angabe machen.

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Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Die Flutkatastrophe in Libyen zeigt einmal mehr, dass der Klimawandel außer Kontrolle gerät.“ Befragte aus Westdeutschland stimmen der Aussage deutlich häufiger zu (65 zu 52 Prozent). Entsprechend verneinen Befragte aus dem Osten die Aussage deutlich häufiger (31 zu 19 Prozent). Innerhalb der unterschiedlichen Altersgruppen lassen sich keine allzu großen Unterschiede im Meinungsbild feststellen. Es fällt jedoch auf, dass insbesondere die jüngsten Befragten, die 18- bis 29-Jährigen (63 Prozent), sowie die ältesten, die über 70-Jährigen (67 Prozent), mit den deutlichsten Mehrheiten zustimmen.

71 Prozent der Katholiken stimmen zu

Die Umfrage betrachtet die These auch anhand der Konfession der Befragten, wobei sämtliche Religions- beziehungsweise Konfessionsgruppen der Aussage jeweils mehrheitlich zustimmen. Sämtliche Religions- und Konfessionsgruppen stimmen der Aussage jeweils absolut-mehrheitlich zu. Von den Katholiken ist eine große Mehrheit von 71 Prozent der Meinung, dass die Flutkatastrophe in Libyen einmal mehr aufzeigt, dass der Klimawandel außer Kontrolle geraten ist. 15 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. Bei den Protestanten fällt die Zustimmung zur These mit 67 Prozent ähnlich hoch aus, 18 Prozent geben das Gegenteil an. Auch freikirchliche Befragte stimmen zu 65 Prozent der Aussage zu.  

Die Erhebung, für die 2.008 erwachsene Personen vom 15. bis 18. September befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Parteipräferenz auf. Insbesondere Anhänger der Grünen (83 Prozent) sind der Ansicht, dass die Flutkatastrophe in Libyen einmal mehr aufzeigt, dass der Klimawandel außer Kontrolle geraten ist. SPD-Wähler glauben dies zu 79 Prozent, Linken-Anhänger zu 73 Prozent. Von den Wählern der Union stimmen 68 Prozent der Aussage zu, von den FDP-Wählern sind es 57 Prozent. Einzig die Anhänger der AfD sind nicht mehrheitlich der Ansicht, dass die Flutkatastrophe in Libyen aufzeigt, dass der Klimawandel außer Kontrolle geraten ist. 43 Prozent lehnen diese Aussage ab, 38 Prozent stimmen ihr zu.  DT/mlu

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