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Geht es um Freiheit, oder ums Geschäft?

Eine gute Nachricht für Putin, eine schlechte für Europa: Donald Trump macht lieber Business als Weltpolitik.
US-Präsident Donald Trump mit Ukraine-Vorstoß
Foto: IMAGO/CNP/AdMedia (www.imago-images.de) | US-Präsident Trump geht es ums Business: Er will an die Seltenen Erden der Ukraine ran.

Idealismus und Werte sind irgendwie nicht wirklich Donald Trumps Ding. Er denkt mehr in Deals, guten Geschäften und Gewinnen. Das bekommen jetzt auch die Ukrainer zu spüren, denen der Westen bisher suggerierte, es gehe ihm in diesem Krieg um Recht und Gerechtigkeit, um Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der Völker. US-Präsident Trump geht es ums Business: Er will an die Seltenen Erden der Ukraine ran.

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Nun spricht in Friedenszeiten wenig dagegen, sich eine milliardenschwere Militärhilfe mit Rohstoffen entlohnen zu lassen. Und tatsächlich verfügt die Ukraine über Lithium, Graphit, Titan und Uran. Doch Europa ist nicht in Friedenszeiten, sondern wird angegriffen: Wladimir Putin geht es erklärtermaßen nicht um Territorien, sondern um eine neue Weltordnung. Offenbar um eine, in der nicht zwischenstaatliches oder internationales Recht gilt, sondern das „Recht des Stärkeren“.

Aus diesem Grund liefern die Staaten, die sich bisher als „Westen“ und als „westliche Wertegemeinschaft“ verstanden, der Ukraine nicht nur finanzielle und diplomatische, sondern auch militärische Hilfen: Weil sie erkannten, dass Putin dabei ist, die internationale Ordnung zu zerstören und das Völkerrecht mit Füßen zu treten. Und weil sie sehen, dass Putins Russland nicht nur die Ukraine, sondern viele Staaten Europas systematisch angreift: mit Cyberattacken, hybriden Kriegen und Desinformationskampagnen.

Unverantwortlich und zynisch

Bisher waren sich die USA, Großbritannien und die Europäische Union darin einig, dass die Ukraine genau aus diesen Gründen unterstützt und letztlich gerettet werden muss: weil das „System Putin“ die westliche Lebensform, die Rechtsordnung, die Freiheit und die Menschenrechte angreift und zu zerstören entschlossen ist. Dass der blutigste Schauplatz dieses international ausgetragenen Kriegs die Ukraine ist, hat mit Geografie und Geschichte zu tun. Doch eine bilaterale Angelegenheit war dieser Krieg zu keinem Zeitpunkt.

All das stellt Donald Trump jetzt in Frage, wenn er sich die amerikanischen Militärhilfen für die Ukraine in Seltenen Erden bezahlen lässt. Er macht aus einem Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung ein banales Geschäft. Angesichts des Leidens und Sterbens in der Ukraine ist dieser geldgierige, gewinnsüchtige Nationalismus unverantwortlich und zynisch.

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