Das Völkerrecht, die Zusammenarbeit der Nationen und die Achtung der Menschenwürde mahnen die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen von Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, den USA und Deutschland angesichts des in der kommenden Woche bevorstehenden G7-Gipfels an. Erstmals wenden sich die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der G7-Staaten damit gemeinsam direkt an ihre Regierungschefs. Vor dem Hintergrund neuer bewaffneter Konflikte und geopolitischer Spannungen mahnen sie in ihrer Erklärung, „dass die Würde eines jeden Menschen die Grundlage jedweder politischen und ökonomischen Führung sein muss“.
Die G7-Staaten hätten „eine besondere Verantwortung für das Gemeinwohl“, weil ihre Entscheidungen „direkte Auswirkungen auf die weltweite Bevölkerung“ hätten, so die Bischöfe. Sie müssten deshalb „den Weg weisen zu Versöhnung zwischen den Völkern durch Dialog, Diplomatie und gegenseitigen Respekt“. Konkret verweisen die Bischöfe auf die Ukraine, das Heilige Land, den Sudan wie den Südsudan, den Kongo und die Sahel-Region. Sie mahnen, das humanitäre Völkerrecht zu wahren und die Religionsfreiheit zu schützen.
Die Bischöfe kritisieren die Kürzungen der Entwicklungshilfe in mehreren G7-Staaten: „Während der Bedarf an humanitärer Unterstützung weltweit wächst, sehen Millionen von Menschen ihren Zugang zu Nahrungsmitteln, Gesundheitsversorgung, Bildung und Schutz beeinträchtigt.“ Die G7 sollten sich zur internationalen Solidarität und zur Partnerschaft mit den Ländern des globalen Südens bekennen. Zudem brauche es „eine stärkere internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität, Menschenhandel, illegalen Handel, Korruption und illegale Finanzströme“. DT/sba
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