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Entführter Priester nach Folter frei

Gefoltert und schwer am Kopf verletzt: Der entführte nigerianische Priester ist wieder freigelassen. Nigeria kämpft indes mit einer Welle der Gewalt.
Nigeria hat mit einer Welle der Gewalt zu kämpfen
Foto: rarrarorro via imago-images.de (www.imago-images.de) | Hat mit einer Welle der Gewalt zu kämpfen, die von Banden ausgeht, deren Mitglieder wahllose Angriffe verüben, Lösegeld erpressen und in einigen Fällen auch töten.

Pfarrer Marcellus Nwaohuocha, Mitglied der Missionare der Unbefleckten Jungfrau Maria (OMI), der am 17. Juni in der nigerianischen Erzdiözese Jos entführt wurde, ist freigelassen worden. In einer Erklärung, die ACI Africa am Dienstag zuging, teilte der Superior von OMI in Nigeria mit, dass Pfarrer Marcellus aus der Gefangenschaft entlassen wurde, nachdem er gefoltert worden war und „tiefe Wunden am Kopf“ hatte.

Wächter der Pfarrei erschossen

Pfarrer Marcellus wurde entführt, als Unbekannte in die katholische Pfarrei St. Paul Bomo der Erzdiözese Jos eindrangen, in der er Pfarrer ist. Die Entführer schossen auf den Wächter der Pfarrei, der auf dem Weg ins Krankenhaus starb.

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Das westafrikanische Land hat mit einer Welle der Gewalt zu kämpfen, die von Banden ausgeht, deren Mitglieder wahllose Angriffe verüben, Lösegeld erpressen und in einigen Fällen auch töten. Seit 2009 wüten auch die Terroristen von Boko Haram in dem Land, einer Gruppe, die ähnlich wie der so genannte Islamische Staat die völlige Kontrolle über das Territorium anstrebt. Priester und Ordensleute werden gezielt durch die Terroristen entführt, um Lösegeld für ihre kriminellen Aktivitäten zu erpressen. Allerdings betont die nigerianische Bischofskonferenz, kein Lösegeld für entführte Kirchenangehörige zu bezahlen.  DT/chp

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