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Deutschland: Keine Mehrheit für „Menschenwürde ab der Geburt“-Konzept

Nur Muslime befürworten mehrheitlich, dass der rechtliche Schutz der Menschenwürde erst mit der Geburt einsetzen soll.
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Foto: Jens Kalaene (dpa-Zentralbild) | 41 Prozent der Befragten lehnen die Vorstellung ab, die Würde des Menschen müsse erst nach der Geburt geschützt werden.

Eine relative Mehrheit der Deutschen findet nicht, dass der rechtliche Schutz der Menschenwürde erst ab der Geburt gelten sollte. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ durchgeführt hat.

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Demnach lehnen 41 Prozent der Befragten die Vorstellung ab, die Würde des Menschen müsse erst nach der Geburt geschützt werden. 36 Prozent sind dafür. 18 Prozent zeigten sich unentschieden und vier Prozent machten keine Angaben. Für die Umfrage befragte INSA 2.004 Personen ab 18 Jahren. Die Frage, die den Teilnehmern gestellt wurde, lautete: „Sollte Ihrer Meinung nach der rechtliche Schutz der Menschenwürde erst ab der Geburt gelten?“

Katholiken, Protestanten und Konfessionslose lehnen „Menschenwürde ab Geburt“-Konzept mehrheitlich ab

Lediglich Muslime (51 Prozent) traten mehrheitlich für ein Konzept von Menschwürde ein, das erst ab der Geburt gilt. Bei den Katholiken waren es 33 Prozent. 44 Prozent lehnen eine solche Vorstellung ab. 19 Prozent antworten mit „weiß nicht“. Vier Prozent machen keine Angaben.

Interessant ist auch das Bild, das die Protestanten hier zeichnen. Hier befürworten 38 Prozent der sich den evangelischen Landeskirchen und 44 Prozent der sich den Freikirchen Zurechnenden die Vorstellung, die Menschenwürde sei erst ab der Geburt schützenswert. 41 beziehungsweise 46 Prozent lehnen das ab. Selbst bei den Konfessionslosen lehnt eine relative Mehrheit, nämlich 42 Prozent, das Konzept „Menschenwürde ab Geburt“ ab. 37 Prozent befürworten es. 17 Prozent zeigten sich unentschieden, drei Prozent machen keine Angaben.

Bei Wählern von CDU/CSU, AfD und FDP überwiegt Ablehnung

Ein ähnliches Bild zeichnet die INSA-Umfrage im Auftrag dieser Zeitung bei den Partei-Präferenzen. Hier lehnen 43 Prozent der Unionswähler und 48 Prozent der AfD-Wähler ein solchen Konzept ab. 39 Prozent der Unionswähler und 31 Prozent der AfD-Wähler befürworten es. Auch bei den Liberalen überwiegt die Ablehnung (40 Prozent), während 36 Prozent ein solches Konzept befürworten. Dagegen sind Anhänger der SPD tief gespalten. Hier befürworten 41 Prozent, dass Menschenwürde erst ab der Geburt geschützt werden sollte. 40 Prozent lehnen diese Vorstellung ab.

Interessant ist das Bild das BSW-Wähler zeichnen. Hier lehnt eine absolute Mehrheit, nämlich 51 Prozent, das Konzept ab. Nur 25 Prozent neigen ihm zu. Anders bei Grünen und Linken. Hier befürwortet jeweils eine relative Mehrheit das Konzept, nämlich 43 Prozent der Grünen-Wähler und 46 Prozent der Linken-Wähler. 37 beziehungsweise 36 Prozent lehnen es ab.  DT/reh

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