Henning Höne hat in seinem Beitrag „Neustart für den islamischen Religionsunterricht“ mit dem Anliegen, junge Menschen vor der Radikalisierung zu schützen, recht. Mit seiner Schlussfolgerung liegt er jedoch falsch: Sein Vorschlag, den islamischen Religionsunterricht durch ein bekenntnisunabhängiges Fach für alle zu ersetzen, würde genau das Gegenteil bewirken. Denn junge Muslime setzen sich ohnehin mit ihrem Glauben auseinander. Die entscheidende Frage ist bloß, wo. Unsere an der Universität Münster durchgeführte Evaluation des islamischen Religionsunterrichts zeigt deutlich: Junge Muslime suchen heute vor allem in den sozialen Medien nach Antworten auf ihre religiösen Fragen. Dort stoßen sie aber auf die Angebote ...
Den Glauben in die Schule hereinholen
Islamischer Religionsunterricht, erzieht zu eigenständigem Denken, zu Mündigkeit und zu gemeinsamen Werten. Wer ihn abschafft, überlässt die religiöse Bildung Instagram und Tiktok. Eine Replik auf Henning Höne.
