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"CSU gibt Grundpfeiler unserer Gesellschaft preis"

Hedwig von Beverfoerde, Sprecherin des "Aktionsbündnis für Ehe und Familie - Demo für alle", kommentiert für die "Tagespost" die Entscheidung der CSU, nicht gegen die Ehe für alle zu klagen.
Ehe für Alle
Foto: Ina Fassbender (dpa) | ARCHIV - ILLUSTRATION - 02.10.2017, Nordrhein-Westfalen, Hamm: Zwei Männer schneiden nach ihrer Eheschliessung im Rathaus von Hamm eine Hochzeitstorte an.

Musste da eine Katze ganz schnell aus dem Sack? Die GroKo ist zusammengezimmert, die CSU hat ein beispiellos fettes Tortenstück an Ministerien abbekommen, und schwupps, wird geliefert – auf diese Idee könnte kommen, wer die traurig substanzlosen Begründungen liest, warum das CSU-alleinregierte Bayern plötzlich auf die Normenkontrollklage gegen das Ehe-Öffnungsgesetz verzichten will. Denn dass dieses überfallartig beschlossene Ehe-Öffnungsgesetz bei ehrlicher Prüfung verfassungswidrig ist, steht so gut wie fest. Große Verfassungsrechtler, wie Hans-Jürgen Papier, haben daran keinen Zweifel gelassen. Im Detail hat dies erst kürzlich der Rechtsprofessor Jörg Benedict auf dem Demo-für-alle/CitizenGO-Symposium „Öffnung der Ehe – Folgen für alle“ in einem brillanten Vortrag dargelegt. Die CSU gibt erneut einen Grundpfeiler unserer Gesellschaft preis und kapituliert vor der Homo-Lobby. Indem sie sich dabei auf die katholische Kirche beruft, weist sie geschickt auf die eigentlichen Verursacher des geistig-moralischen Totalverfalls hin. Dennoch könnte sich dieses Manöver nur wenige Monate vor der bayerischen Landtagswahl unter dem Druck einer wachsenden AfD für die CSU als finaler Schuss in den Ofen erweisen.

Den Vortrag des Rechtsprofessors Jörg Benedict können Sie hier ansehen:

Hedwig von Beverfoerde


DT

Einen ausführlichen Bericht zur Debatte lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 08. März.

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Alternative für Deutschland CSU Ehe für alle Hans-Jürgen Papier Hedwig von Beverfoerde

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