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Christenfeindliche Straftaten nehmen zu

Der Hate-Crime-Lagebericht des österreichischen Innenministeriums dokumentiert 133 vergehen aus christenfeindlicher Motivation. Besonders häufig sind schwere Sachbeschädigungen.
Gerhard Karner
Foto: Imago/Metodi Popow | Die Bekämpfung von Hasskriminalität ist „eine konkrete, alltägliche Herausforderung und notwendig für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt“.

In Österreich hat die Polizei im Jahr 2025 29 Prozent mehr christenfeindliche Vorurteilsmotive erfasst als im Vorjahr. Dies geht aus dem fünften „Hate-Crime-Lagebericht“ hervor, den das Bundesministerium für Inneres (BMI) am Montag veröffentlicht hat. Insgesamt dokumentiert der Bericht 133 christenfeindliche Vorurteilsmotive. Ein solches Motiv liegt vor, wenn eine Straftat aus Feindseligkeit gegenüber einer bestimmten Personengruppe begangen wird.

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Die häufigsten gegen Christen gerichteten Straftaten waren schwere Sachbeschädigungen mit 29 erfassten Vorurteilsmotiven und gefährliche Drohungen mit 24 Motiven. Zudem nennt der Bericht Straftaten im Zusammenhang mit terroristischen Vereinigungen, schwere Diebstähle und Körperverletzungen.

Häufig Angriffe auf Sakralstätten

Christenfeindliche Straftaten richteten sich häufig gegen Sakralstätten. Unter den 21 antireligiösen Vorurteilsmotiven, die an Kirchen, Friedhöfen oder Denkmalen registriert wurden, waren zwölf christenfeindlich. Insgesamt erfasste die Polizei an Sakralstätten 55 Vorurteilsmotive, 46 davon standen im Zusammenhang mit Sachbeschädigungen.

Auch im öffentlichen Raum trat etwa jedes vierte christenfeindliche Motiv auf. Rund jedes zehnte wurde in privaten Räumen registriert. Unter den Tatverdächtigen bei Christenfeindlichkeit stachen nach Angaben des BMI insbesondere Jugendliche zwischen 14 und unter 18 Jahren hervor. In dieser Altersgruppe wurden 27 Tatverdächtige erfasst. Bei christenfeindlichen Straftaten besaßen 57 Prozent der Tatverdächtigen keine österreichische Staatsbürgerschaft.

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Österreichweit dokumentierte die Polizei im Jahr 2025 insgesamt 6.751 vorurteilsmotivierte Straftaten mit 7.327 Vorurteilsmotiven. Die Aufklärungsquote stieg auf 71 Prozent. Häufigster Tatort war mit 1.917 erfassten Motiven das Internet. Innenminister Gerhard Karner erklärte im Vorwort des Lageberichts, die Bekämpfung von Hasskriminalität sei „eine konkrete, alltägliche Herausforderung und notwendig für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt“. DT/jna

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