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Charlie Kirk verehrte die Muttergottes

Der gestern ermordete Podcaster Charlie Kirk war gläubiger evangelikaler Christ und rief seine protestantischen Mitchristen zur Verehrung der Gottesmutter auf.
MAGA-Aktivist Charlie Kirk ermordet
Foto: IMAGO (www.imago-images.de) | Nicht nur machte Kirk aus seinem Glauben keinen Hehl, auch unter seinen Anhängern fanden sich viele Christen.

„Jesus hat den Tod besiegt, damit du leben kannst.“ So lautet einer der letzten Tweets, den der US-amerikanische Podcaster Charlie Kirk wenige Tage vor seiner Ermordung auf „X“ postete. Charlie Kirk war einer der einflussreichsten jungen Köpfe der MAGA-Bewegung, bis ein bisher Unbekannter ihn am Mittwoch während einer Veranstaltung unter freiem Himmel in den Hals schoss. Als „Märtyrer für Wahrheit und Freiheit“ bezeichnete Präsident Donald Trump den jungen Familienvater, der für seine Positionen zum Lebensschutz, zur Migration und zur Genderideologie in den letzten Jahren zahllose Angehörige der jüngeren Generation für die Republikaner mobilisierte.

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Nicht nur machte Kirk aus seinem Glauben keinen Hehl, auch unter seinen Anhängern fanden sich viele Christen. Unter dem oben genannten Post sammeln sich seit gestern Abend unzählige Abschiedsgrüße, wie „Du hast das ewige Leben, Charlie. Der Tod hat seine Macht über dich verloren. Ruhe in Frieden.“ oder „Du bist jetzt bei Jesus, ruhe in Frieden.“

Kirk rief zur Marienverehrung auf 

Noch im vergangenen Juni äußerte Kirk sich im Podcast „The Iced Coffee Hour“ auf die Frage, für was er nach seinem Tod in Erinnerung bleiben wolle, wie folgt: „Ich möchte für meinen Mut für meinen Glauben in Erinnerung bleiben. Das Wichtigste in meinem Leben ist mein Glaube.“

In einem weiteren Video rief Kirk Protestanten und Evangelikale zur Marienverehrung auf. „Ich denke, wir als Protestanten oder Evangelikale verehren Maria zu wenig. Sie war sehr wichtig. Sie war ein Gefäß für unseren Herrn und Erlöser“, erklärte er seinen Followern. „Wir sprechen nicht genug über Maria, wir verehren sie nicht genug. Maria war für die frühen Christen eindeutig wichtig.“ Die Gottesmutter sei ein „phänomenales Vorbild“, das es in der modernen Zeit wiederzuentdecken gelte, auch um dem „toxischen Feminismus“ zu begegnen: „Maria ist die Lösung! Mehr junge Frauen sollten fromm sein, ehrfürchtig, voller Glauben, langsam zum Zorn, manchmal langsam im Reden. Maria ist ein phänomenales Vorbild.“

Kirks Frau Erika, die Mutter seiner dreijährigen Tochter und seines einjährigen Sohnes, ist gläubige Katholikin. Die ehemalige „Miss Arizona“ ist ebenfalls Podcasterin und unter anderem Initiatorin des Online-Bibelprojekts „Bible in 365“.  DT/fha

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