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Cannabis-Freigabe stößt auf wenig Begeisterung

2024 steht die Freigabe von Cannabis an Nur 27 Prozent der Deutschen freuen sich darauf, wie eine aktuelle „Tagespost“-Umfrage ergibt.
Cannabis-Freigabe
Foto: IMAGO/Ryan Garza (www.imago-images.de) | Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Ich freue mich auf die geplante Cannabis-Freigabe nächstes Jahr.“

Nur 27 Prozent der Deutschen freuen sich auf die geplante Cannabis-Freigabe im nächsten Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Dagegen gibt eine deutliche Mehrheit von 47 Prozent der Befragten an, sich nicht auf die Freigabe der Substanz zu freuen. 21 Prozent wissen nicht, wie sie dazu stehen; fünf Prozent wollen keine Angabe machen.

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Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Ich freue mich auf die geplante Cannabis-Freigabe nächstes Jahr.“ Die These findet in nahezu allen Altersgruppen eine absolute Mehrheit. Die jüngsten Befragten, die 18- bis 29-Jährigen, sind in der Frage gespalten: 38 Prozent freuen sich auf die Freigabe, 39 Prozent tun dies nicht. Unter den weiteren Altersgruppen freuen sich nur die 30- bis 39-Jährigen mehrheitlich auf die Cannabis-Freigabe (49 zu 27 Prozent). Die Befragten in allen anderen Altersgruppen freuen sich mehrheitlich nicht darauf. Besonders wenig Freude herrscht unter den älteren Umfrageteilnehmern: So freuen sich nur 15 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 13 Prozent der über 70-Jährigen auf die geplante Cannabis-Freigabe.

Erwerbstätige in Vollzeit freuen sich am häufigsten

Die Umfrage betrachtet die These auch anhand der unterschiedlichen Erwerbsgruppen. Während sich dabei keine Gruppe mehrheitlich freut, dass Cannabis im nächsten Jahr freigegeben wird, ist der Anteil derjenigen, die sich darauf freuen, unter erwerbstätig Angestellten in Vollzeit (ab 35 Stunden pro Woche) mit 36 Prozent am höchsten. Gleichzeitig freuen sich 40 Prozent von ihnen nicht. Von den Erwerbstätigen in Teilzeiten freuen sich dagegen nur 28 Prozent auf die Cannabis-Legalisierung, 44 Prozent freuen sich nicht. Von den Selbstständigen freuen sich 29 Prozent, 49 Prozent tun dies nicht.

Auch unter Katholiken herrscht offenbar keine sonderlich große Freude über die anstehende Legalisierung von Cannabis: 27 Prozent freuen sich darauf, 48 Prozent tun dies nicht. Damit besteht ein geringer Unterschied zu den Protestanten, von denen sich sogar nur 22 Prozent freuen, während eine absolute Mehrheit von 51 Prozent das Gegenteil angibt. Anders sieht das Bild unter freikirchlichen Befragten aus, die in der Frage gespalten sind. Während bei 43 Prozent von ihnen Freude herrschst über die kommende Legalisierung von Cannabis, freuen sich gleichzeitig auch 46 Prozent nicht. Unter muslimischen Befragten ergibt sich sogar eine Mehrheit, die die Legalisierung begrüßt (46 zu 37 Prozent). 

Die Erhebung, für die 2.006 erwachsene Personen vom 01. bis 04. Dezember befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Parteipräferenz auf. Von den Anhängern der im Bundestag vertretenen Parteien freuen sich nur diejenigen der Linken mehrheitlich auf die geplante Cannabis-Legalisierung (42 zu 28 Prozent). Die Anhänger der FDP sind eher gespalten: 36 Prozent begrüßen die Legalisierung, 41 Prozent tun dies nicht. Von den Wählern der Grünen freuen sich 34 Prozent, 39 Prozent geben das Gegenteil an. Unter den SPD-Anhängern freuen sich 31 Prozent, 42 Prozent freuen sich nicht. Kaum Freude herrscht unter Wählern der AfD (26 Prozent) und insbesondere der Union: Von ihnen freuen sich nur 20 Prozent, während eine absolute Mehrheit von 58 Prozent das Gegenteil angibt.  DT/mlu

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