Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Interview auf der MEHR

„Das Reich Gottes ist das Reich der Freude“

Elias Glaeser ist Missionar im Gebetshaus Augsburg, dem Veranstalter der MEHR-Konferenz. Der „Tagespost“ verrät er, was ihm Freude bringt und wie er sie kultiviert.
Elias Glaeser MEHR 2026
Foto: Julian Pesch/MEHR 2026 | Elias Glaeser ist überzeugt davon, dass der christliche Glaube nicht nur Wunschdenken ist, sondern Antworten auf die tiefsten Sehnsüchte des Menschen gibt.

Herr Glaeser, die MEHR steht in diesem Jahr unter dem Motto „The Sound of Joy“. Was ist Ihr „Sound of Joy“?

Die Antwort, die wahrscheinlich jeder gibt und die immer passt, ist: Jesus. Das ist vielleicht ein bisschen „cheesy“. Aber ich glaube, dass ein Leben in echter Freude – einer Freude, die nicht nur ein Glücksgefühl ist – ohne Jesus fast unmöglich ist. Deswegen liebe ich die MEHR-Konferenz. Denn da schauen wir auf ihn!

Lesen Sie auch:

Woraus ziehen Sie im Alltag Ihre Freude?

Da bin ich selber noch auf dem Weg. Ich würde mir wünschen, zu einem Menschen zu werden, der ein freudevoller Mensch ist und auf dem Fundament der Freude lebt. Ich habe so einige Sachen, die ich in den Alltag eingebaut habe, zum Beispiel, dass ich meine Sorgen immer wieder ablege. Wenn sie kommen, dann gebe ich sie Gott. Oder dass ich dankbar bin für das, was ich habe, und nicht immer mehr will. Solche Sachen versuche ich in meinem Leben zu kultivieren. Aber, wie gesagt, ich bin noch am Weg.

Was bedeutet es für uns als Christ, Freude zu leben und weiterzugeben?

Im Prinzip ist das, wovon Jesus spricht – das Reich Gottes – das Reich der Freude. Ich glaube, unsere Aufgabe als Christen ist es, dass wir unser Herz an die Hand nehmen und immer mehr in diese Realität eintreten, von der Jesus spricht. Das heißt, uns immer wieder die Wahrheiten aufzusagen, die er uns zuspricht: dass wir geliebt und gewollt sind. Dass am Ende alles gut wird. Das sind die Wahrheiten, die es in unser Herz zu saugen gilt.

Was hat Ihnen auf der MEHR in diesem Jahr am meisten Freude gebracht?

Ich liebe den Lobpreis von Michael Beering und Veronika Lohmer: Wir haben zwei coole Bands! Und ich fand den Vortrag von Jana Ringwald unfassbar spannend. Sie ist Cyber-Staatsanwältin und hat darüber gesprochen, wie Glaube und die Justiz zusammenpassen. So etwas macht mir Spaß, weil ich gerne Glaube und Verstand verbinde.

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Elisabeth Hüffer Gebetshaus Augsburg

Weitere Artikel

Mehr als Zigarre und Maßanzug: Ein wahrer Gentleman zeigt sich in seiner Haltung zum schönen Geschlecht. Dafür gab es auf der „Modern Gentleman“-Konferenz ziemlich zeitlose Tipps.
27.04.2026, 18 Uhr
Jakob Ranke
Eine Erfahrung vom „Catholic Summer Festival“ der „Jugend 2000“: Gott kann sich auch im Festzelt offenbaren.
18.08.2026, 09 Uhr
Lani Bentler
Für Charlotte Mason sind gute Gewohnheiten und eine von Freude geprägte Lernatmosphäre entscheidend. An Ambleside-Schulen wird dieser Ansatz praktisch umgesetzt. Teil zwei von zwei.
18.08.2026, 07 Uhr
Jutta Graf

Kirche

Vier Tage nach seiner Operation wird Leo XIV. wieder aus der Klinik entlassen. Und tritt am Sonntag beim Angelus in Erscheinung. Für die Lateinamerika-Reise geben Ärzte grünes Licht.
19.10.2026, 08 Uhr
Sabine Kleyboldt
Zehn Jahre „Amoris laetitia“: Der DBK-Vorsitzende lobt die „hohe Kunst des Zuhörens“ beim Treffen in Rom und nimmt die Erkenntnis mit, dass sich die Kirche weiterentwickelt.
16.10.2026, 11 Uhr
Meldung
Prüfstein für die Strukturreformen im Bistum Eichstätt: In der Oberpfälzer Stadt entsteht ein neuer Pastoralraum.
19.10.2026, 13 Uhr
Henry C. Brinker
Spricht sich Jesus gegen die Steuer für den Kaiser aus, droht ihm die Todesstrafe. Noch heute gewichtet die Kirche politische und gesellschaftliche Fragen oft zu hoch.
17.10.2026, 21 Uhr
Lothar Wehr