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Benefiz-Veranstaltungen für und gegen das Leben

Ein Wiener Abtreibungsarzt sammelt Spenden für eine Abtreibung; der Präsident der „Plattform Christdemokratie“ dagegen sammelt für Mutter und Kind.
Spenden gegen Abtreibung in Österreich
Foto: Julian Stratenschulte (dpa) | Man wolle zu Weihnachten Leben schenken meint Jan Ledóchowski, Präsident der „Plattform Christdemokratie“. Im Bild: Eine Hebamme wiegt im Rahmen der Nachsorge ein Baby.

Ein bekannter österreichischer Abtreibungsarzt veranstaltet am 17. Dezember in Wien einen Benefiz-Abend, um einer Frau in Not eine Abtreibung zu finanzieren. Das empörte Jan Ledóchowski, den Präsidenten der „Plattform Christdemokratie“ so, dass er im Gegenzug eine Spendenaktion gegen eine konkret drohende Abtreibung ins Leben rief. Auf Facebook und mit einem Weihnachts-Punsch in Wien sammelt er nun Geld für Martina, eine junge Frau, die ihr drittes Kind erwartet, von ihrer Umgebung aber zur Abtreibung gedrängt wird.

"Die beste Reaktion auf eine solche
Perversität ist, etwas Richtiges zu machen:
einer Frau in Not zu helfen und sie zu unterstützen,
damit sie ihr Kind zur Welt bringen kann"
Jan Ledóchowski, Präsident der "Plattform Christdemokratie"

Im Gespräch mit der „Tagespost“ sagt Ledóchowski zur Abtreibungssammlung des Wiener Arztes: „Die beste Reaktion auf eine solche Perversität ist, etwas Richtiges zu machen: einer Frau in Not zu helfen und sie zu unterstützen, damit sie ihr Kind zur Welt bringen kann.“ Martina ist mit dem dritten Kind schwanger. Der Kindesvater lebt getrennt von der Familie und zahlt keine Alimente. Er und andere Familienangehörige drängen Martina zu einer Abtreibung. Ledóchowski, dessen Plattform Spenden unter dem Stichwort „Martina“ annimmt, überlegt bereits, seine Aktion auszuweiten: „Vielleicht wird das der Start eines eigenen Fonds für Schwangere in Not.“

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Zu Weihnachten Leben schenken

In einer Aussendung kritisiert der Präsident der „Plattform Christdemokratie“ den Benefiz-Abend des Wiener Abtreibungsarztes, an dem auch eine Politikerin der Wiener Grünen mitwirkt. Ledóchowski dazu: „Wir aber wollen zu Weihnachten Leben schenken. Darum sammeln wir Spenden für Martina und andere Frauen.“ Martina kämpfe für ihr Baby, so Ledóchowski. „Jeder Euro hilft ihr finanziell, ist aber auch ein Symbol dafür, dass uns Martina und das Baby nicht egal sind.

DT/sba

Einen Gastkommentar von Jan Ledóchowski zu diesem Thema lesen Sie in der nächsten Ausgabe der „Tagespost“.

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Redaktion Schwangerschaftsabbruch Spendenaktionen

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