Berlin

Bätzing warnt vor vorgeburtlicher Selektion

Bischof Bätzing würdigt „Marsch für das Leben“ – DBK veröffentlicht Grußwort ihres Vorsitzenden.
Bischof Bätzing würdigt „Marsch für das Leben“
Foto: Maximilian von Lachner (Synodaler Weg / Maximilian von L) | In seinem Grußwort warnt Bätzing auch vor einer vorgeburtlichen Selektion, die sich an vordergründigen Maßstäben ausrichte. Das sei für Christinnen und Christen eine inakzeptable Anmaßung.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat heute ein Grußwort ihres Vorsitzenden zu dem an diesem Samstag (17.9.) in Berlin stattfindenden jährlichen „Marsch für das Leben“ veröffentlicht. Darin würdigt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Limburgs Bischof Georg Bätzing, den vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) ausgerichteten „Marsch für das Leben“ als ein „augenfälliges Zeichen des Einsatzes für das Lebensrecht eines jeden Menschen“. 

Das menschliche Leben sei vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt, so Bätzing weiter. „Dies gilt insbesondere für die Phasen des menschlichen Werdens und Vergehens. Am Lebensanfang, wenn der Mensch mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle entsteht, ist er umfassend auf den Schutz der Mutter und der sich um sein Aufwachsen sorgenden Erwachsenen angewiesen. Auch am Lebensende des Menschen, wenn ihn seine körperlichen und geistigen Kräfte wieder verlassen, ist er unweigerlich erneut auf Personen angewiesen, die sich ihm zuwenden“, so Bätzing.

Menschliches Leben darf keinen Nützlichkeitserwägungen unterzogen werden

Für die Kirche sei es dabei Gewissheit, „dass Gott keinen Menschen zurücklässt. Jeder Mensch ist von Gott um seiner selbst willen gewollt und geliebt. In Jesus Christus ist Gott selbst Mensch geworden und hat durch seine Zuwendung insbesondere zu den scheinbar Unperfekten, Ausgestoßenen und Armen vorgelebt, dass sich der Einsatz für jeden Menschen lohnt. Christus ist zu unser aller Erlösung diesen Weg sogar bis zu seinem Tod am Kreuz gegangen“.

Lesen Sie auch:

In seinem Grußwort warnt Bätzing auch vor einer vorgeburtlichen Selektion, die sich an vordergründigen Maßstäben ausrichte. Das sei für Christinnen und Christen eine inakzeptable Anmaßung: „Christinnen und Christen müssen protestieren, wenn menschliches Leben ,Nützlichkeitserwägungen‘ unterzogen wird, sei es vor der Geburt oder am Lebensende.“

Kundgebung vor Brandenburger Tor

Zu dem „Marsch für das Leben“, der am Samstag um 13 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor beginnt, erwartet der BVL tausende Lebensrechtler aus allen Teilen Deutschlands. Anschließend ziehen die Teilnehmer durch die Straßen des Regierungsviertels und von Berlin-Mitte. Auch „Die Tagespost“ wird vor Ort sein und berichten.  DT/reh

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Bundesverband Lebensrecht Die Tagespost Georg Bätzing Jesus Christus Lebensschutz Marsch für das Leben

Weitere Artikel

Das geht, wie das ausführliche Interview zeigt, dass „Tagespost“-Korrespondent Stefan Rehder mit der US-Lebensrechts-Aktivistin Terrisa Bukovinac anlässlich des diesjährigen „Marsch für das ...
21.09.2022, 13 Uhr
Vorabmeldung

Kirche

Die Attacken von Bischof Georg Bätzing auf Kardinal Kurt Koch sind Zeichen einer Feindseligkeit, die mit dem Synodalen Weg immer mehr um sich greift. Für Rom ist das eine Herausforderung.
06.10.2022, 09 Uhr
Guido Horst
Durch die emotionalisierte Insnzenierung von einem Opfer und einem Täter, der sich entschuldigen soll, wird ein notwendiger Disput im Keim erstickt: der über das Verständnis der Offenbarung.
05.10.2022, 18 Uhr
Dorothea Schmidt
Bischof Rudolf Voderholzer über den Synodalen Weg. Die Beratungen der Bischöfe in Fulda und der Ad-limina-Besuch in Rom im November bewegen die Gemüter.
05.10.2022, 17 Uhr
Regina Einig
Das Projekt des Erzbistum München und Freising hat den Anspruch „die Anliegen queerer Katholikinnen und Katholiken besser zu berücksichtigen sowie Austausch und Beratung für Menschen aus der ...
05.10.2022, 18 Uhr
Meldung