Erfurt/Würzburg

Corona-Impfung: 37 Prozent fühlen sich nicht ausreichend informiert

Hat die Politik ausreichend über mögliche Risiken einer Impfung gegen das Coronavirus informiert? 37 Prozent der Deutschen sehen ein Informationsdefizit, wie eine aktuelle Tagespost-Umfrage ergibt.
Impfung gegen das Coronavirus
Foto: Robert Michael (dpa-Zentralbild) | Auch unter Katholiken fühlen sich 37 Prozent durch die Politik nicht ausreichend über die möglichen Risiken einer Corona-Impfung informiert.

37 Prozent der Deutschen fühlen sich durch die Politik nicht ausreichend über die möglichen Risiken einer Corona-Impfung informiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Dagegen ist eine relative Mehrheit von 45 Prozent gegenteiliger Ansicht; 11 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen.

Zustimmung im Osten höher als im Westen

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Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Ich fühle mich durch die Politik nicht ausreichend über die möglichen Risiken einer Corona-Impfung informiert.“

Im Osten ist der Anteil derjenigen, die sich nicht ausreichend über die möglichen Impf-Risiken informiert fühlen, mit 42 Prozent leicht höher als im Westen (36 Prozent). Die Angaben der katholischen Befragten entsprechen exakt dem Bundesdurchschnitt: Auch in dieser Gruppe fühlen sich 37 Prozent durch die Politik nicht ausreichend über die möglichen Risiken einer Corona-Impfung informiert, während 45 Prozent diese Haltung nicht teilen. Unter den Protestanten fühlen sich nur 34 Prozent nicht ausreichend informiert, während eine absolute Mehrheit von 52 Prozent dies nicht so sieht. Am häufigsten und absolut mehrheitlich sehen freikirchliche Befragte ein Informationsdefizit (52 Prozent). Nur 23 Prozent in dieser Gruppe sehen dies nicht so.

AfD-Wähler sehen absolut-mehrheitlich Informationsdefizit

Die Erhebung, für die 2.128 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 21. und dem 25. Mai befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf. Während sich Wähler von Union, SPD und Grünen nur zu 29 bis 31 Prozent nicht ausreichend über eine Corona-Impfung informiert fühlen, steigt der Anteil bei FDP-Anhängern auf 40 Prozent und bei Wählern der Linken auf 44 Prozent. Bei AfD-Anhängern überwiegt sogar der Anteil derer, die sich von der Politik nicht ausreichend über mögliche Impf-Risiken informiert fühlen (58 Prozent). Nur 30 Prozent sehen dies nicht so.  DT/mlu

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